Göppinger Not-Sieben schlägt sich in Kiel wacker

Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat beim THW Kiel die erwartete Niederlage kassiert. Bei der 21:28 (13:14)-Pleite ging den Gästen erst Mitte der zweiten Hälfte die Puste aus.

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Fünf Minuten lang schnupperten die stark ersatzgeschwächten Handballer von Frisch Auf Göppingen am Mittwochabend bei ihrem Auftritt bei Bundesliga-Spitzenreiter THW Kiel an einer Sensation. So lange nämlich führte die Mannschaft von Trainer Magnus Andersson zu Beginn der zweiten Hälfte beim haushohen Favoriten, und manch ein Fan träumte vielleicht schon vom ersten Sieg an der Ostsee seit mehr als 36 Jahren.

Doch diese Träume erstickten die Kieler im Keim, denn nach dem Göppinger Tor zur 17:15-Führung durch Frisch Aufs besten Torschützen Tim Kneule in der 35. Minute legte der deutsche Rekordmeister eine 10:1-Serie hin und sorgte bis zur 54. Minute beim Stand von 25:18 für klare Verhältnisse. Bevor der THW durchgestartet war, musste Kneule mit Wadenproblemen verletzt vom Platz.

Bereits in der Anfangsphase musste man um die Göppinger, die neben dem langzeitverletzten Daniel Fontaine auch auf die beiden einzigen Linkshänder im Rückraum, Kévynn Nyokas und Felix Lobedank, verzichten mussten, Angst haben, denn die Kieler legten gegen überforderte Gäste einen furiosen Start hin und führten in der achten Minute schon mit 8:2. Auch eine Auszeit von Frisch-Auf-Trainer Andersson beim Stand von 6:2 in der fünften Minute brachte nicht den gewünschten Effekt.

Doch nach der schnellen Sechs-Tore-Führung schlichen sich Fehler im Spiel des deutschen Rekordmeisters ein, die die Göppinger zu nutzen wussten und Tor um Tor aufholten. Nach dem 13:9 durch den bärenstarken Marko Vujin (23.) legte die Mannschaft um Kapitän Christian Schöne eine Drei-Tore-Serie hin und kam den Kielern bedrohlich nahe. Auch beim 14:13-Pausenstand betrug die Führung des Bundesliga-Spitzenreiters nur ein Tor.

Im zweiten Abschnitt legten die Grün-Weißen noch einen drauf, erkämpften sich vor den staunenden 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena nach einem Schöne-Treffer zum 16:15 die erste Führung, die insgesamt fünf Minuten Bestand hatte.

Mit zunehmender Spieldauer machte sich jedoch der Kräfteverschleiß bei den Göppingern bemerkbar. Nur Frisch Aufs bestem, Torwart Primoz Prost, hatten sie es zu verdanken, dass der THW den Tabellenfünften Mitte der zweiten Hälfte nicht völlig auseinander nahm. Doch auch der Slowene konnte nicht verhindern, dass die Kieler ihre Führung mehr und mehr ausbauten und schließlich doch noch standesgemäß mit 28:21 gewannen.

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