Geheimnis um Mittelblock

Europacupsieger gegen Aufsteiger: Vor dem heutigen Heimspiel von Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen gegen Minden sind die Rollen klar verteilt. Doch beide Teams haben 4:6 Punkte auf dem Konto.

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Der ehemalige Mindener Michael Haaß trifft heute mit Frisch Auf auf seine früheren Mannschaftskameraden. Nach einem Trauerfall kehrte er erst am Mittwoch wieder zum Team zurück. Foto: Eibner

Nach dem wichtigen Auswärtserfolg bei Aufsteiger TV Neuhausen haben es die Handballer von Frisch Auf Göppingen am heutigen Samstag mit einem weiteren Bundesliga-Neuling zu tun. Um 20.15 Uhr gastiert GWD Minden in der EWS-Arena.

Viel Respekt hat man auf Göppinger Seite vor Mindens schwedischem Spielmacher Dalibor Doder, doch der trat wegen einer Verletzung die Reise ins Schwabenland erst gar nicht an. Dennoch sollte Frisch Auf gewarnt sein, denn GWD Minden hat, ebenso wie die Göppinger, 4:6 Punkte auf dem Konto. Darauf weist auch Trainer Velimir Petkovic hin: "Aufsteiger gegen Europapokalsieger - es ist klar, wer Favorit ist. Doch beide Teams stehen in der Tabelle nahe beieinander", warnt er.

In den vergangenen Wochen ist die Frisch-Auf-Truppe stark kritisiert worden. Vor allem die Abwehr samt Torhüter zeigte sich alles andere als sattelfest. Das sieht auch Petkovic so. Daher hat er angekündigt, gegen Minden ein anderes Deckungssystem ausprobieren zu wollen. Dabei ließ er offen, wer den Mittelblock bilden wird. "Klar ist, dass wir wieder eine betonstarke Abwehr einschließlich der Torhüter bekommen müssen", fordert Petkovic. "In Berlin haben wir gut gespielt, auch gegen Lemgo war die Leistung über 15 bis 20 Minuten o.k.", erklärt der Trainer. Doch mit den übrigen Auftritten war er nicht zufrieden.

Ausdrücklich nimmt er dabei seine Neuzugänge in Schutz, allen voran Rückraumspieler Zarko Markovic: "Er ist ein Top-Mann, aber er braucht noch Zeit. Das ist nicht einfach." Bei Neu-Kapitän Michael Haaß, der aus Minden unter den Hohenstaufen kam und mehr als ein halbes Jahr verletzt war, hatte der Frisch-Auf-Coach gehofft, dass er schneller an seine früheren Leistungen anknüpfen kann. Für Petkovic zählen auf dem Platz nicht die Namen, sondern die Leistung: "Wenn Haaß gut spielt, spielt er 60 Minuten, wenn nicht, dann sitzt er auf der Bank", stellt er unmissverständlich fest.

Die Länderspielpause war für die Frisch-Auf-Profis alles andere als eine Erholungspause. Fast jeden Tag bat Petkovic zweimal zum Training. Nach einigen kleineren Blessuren konnte er mit fast alle Spielern die Übungseinheiten bestreiten. Als Letzter stieß am Mittwoch der scheidende Spielmacher Haaß wieder zum Team. Nach einem Todesfall in der Familie war er vor gut einer Woche vom Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft vor den Testspielen gegen Serbien vorzeitig abgereist.

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