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Fast so viele Zuschauer wie der Meister

Die Bilanz der Frisch-Auf-Handballerinnen nach der Bundesliga-Hauptrunde kann sich sehen lassen: Mit Platz sieben ist das Saisonziel erfüllt.

FELIX BUSS | 0 Meinungen

Das Interesse an den Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf ist groß: Beim Zuschauerzuspruch liegen die Göppingerinnen nach Abschluss der Hauptrunde unter den Top Fünf, direkt hinter dem amtierenden Meister Thüringer HC.

In der Saison 2010/2011 hatten die Göppingerinnen Rang acht in der Zuschauerstatistik erreicht, 836 Fans verfolgten im Durchschnitt die Heimspiele in der EWS-Arena. In der aktuellen Spielzeit kommen zu jedem Spiel über 100 Zuschauer mehr als in der vorangegangen Spielzeit.

Besonders auffällig dabei ist, dass der Zuschauerzuspruch bei den letzten Heimspielen gegen Buxtehude, Celle und Leverkusen deutlich stieg - 1200 und mehr strömten in die Halle. Krösus Leipzig empfing 19 000 Fans und verwies Buxtehude (14 200) und den VfL Oldenburg (13 100) auf die Plätze. Insgesamt zählte die Liga knapp 110 000 Zuschauer. Beim heutigen Play-off-Viertelfinale gegen Buxtehude wird in Göppingen die 10 000-Zuschauer-Marke durchstoßen. Einen wichtigen Teil zum Erfolg haben auch die neuen Spielerinnen beigetragen. Maike Daniels, Jasmina Jankovic und Maria Kiedrowski haben sich direkt in die Herzen der Fans gespielt und wurden als Lieblingsspielerinnen der Saison geehrt.

Die große Ausgeglichenheit des neuen Kaders kam Göppingen in dieser Saison entgegen, vor allem im Angriff: Birute Stellbrink, Maike Daniels, Alena Vojtiskova, Beate Scheffknecht, Nicole Dinkel, Jenny Karolius, Maria Kiedrowski und Karin Weigelt agieren in Sachen Wurfkraft aus dem Feld beinahe alle auf einem Niveau. Alle zusammen haben 422 Feldtore geworfen - die Siebenmeter machen Birute Stellbrink mit 106/45 Treffern zur Nummer acht der Liga-Torschützinnen. Beste Werferin der Liga ist aktuell Franziska Mietzner (Frankfurter HC), die 179/64 Mal einnetzte.

Göppingen hat aber "nur" 514 Tore erzielt, was in der "Angriffstabelle" Rang acht entspricht. Grundlage für die höhere Platzierung in der Liga ist die Abwehrarbeit: Die Frisch-Auf-Frauen haben die viertwenigsten Gegentore der Liga erhalten. Jenny Karolius und Anika Leppert haben sich im Deckungszentrum empfohlen. Die intensive Abwehrarbeit brachte jedoch auch viele Strafzeiten mit sich. Zeitstrafenkönigin ist Karin Weigelt (11), die in der offiziellen Sünderliste der Handballbundesliga der Frauen (HBF) den zweiten Platz belegt.

Ganz unten in dieser Sünderstatistik stehen in der Teamwertung Bayer Leverkusen, der VfL Oldenburg, der HC Leipzig und der Buxtehuder SV. Statistisch gesehen dürfte das Final Four Ende April also die fairste Pokalendrunde aller Zeiten werden, da exakt diese vier Teams am 28./29. April in der EWS-Arena gegeneinander antreten werden. So findet sich auch in dieser statistischen Aufstellung etwas Bemerkenswertes.

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