Frisch Auf will Mini-Serie ausbauen

Nach den Siegen über die Rhein-Neckar-Löwen und in Arendal laufen die Göppinger Handballprofis heute selbstbewusst zum Bundesliga-Vergleich bei Schlusslicht TuS N-Lübbecke auf.

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Auch Daniel Fontaine trug im norwegischen Arendal dazu bei, dass Frisch Auf mit einem deutlichen Sieg in die Gruppenphase des EHF-Cups einzog. Heute laufen er und seine Kollegen in Lübbecke auf.  Foto: 

Zwei Siege am Stück sind für die Frisch-Auf-Handballer in der aktuellen Saison bislang ein Erlebnis der besonderen Art. Abgesehen vom Runden-Auftakt, als die Göppinger im DHB-Pokal die niederklassigeren Teams von Horkheim und Rimpar bezwangen und gleich noch das Punktspiel in Ludwigshafen gewannen, gab es nur zwei Erfolgs-Doppelpacks seit Anfang September: Mitte Oktober mit dem Pokal-Achtelfinalsieg in Erlangen und dem Liga- Heimsieg zwei Tage später gegen Wetzlar und jetzt mit der 28:26-Überraschung gegen die Rhein-Neckar-Löwen und dem EHF-Cup-Rückspielsieg im norwegischen Arendal – höchste Zeit also, einmal eine solche Mini-Serie auszubauen.

Für dieses Vorhaben scheint das heutige Gastspiel beim Bundesliga-Schlusslicht TuS N-Lübbecke (19 Uhr, Merkur-Arena) geradezu prädestiniert. Der Zweitliga-Meister der vergangenen Runde, der einen sofortigen Wiederaufstieg realisieren konnte, ziert mit 5:23 Punkten das Tabellenende, in eigener Halle gab es bisher ausschließlich Niederlagen, sieben an der Zahl. Doch das Team um den ehemaligen Frisch-Auf-Torhüter Peter Tatai ließ zuletzt aufhorchen. Beim TVB Stuttgart gab es einen 29:28-Sieg, der bei den Ostwestfalen, die einen Zuschauerschnitt von gerade mal 1600 Besuchern aufweisen, neue Kräfte im Abstiegskampf freisetzen dürfte.

„Aller guten Dinge sind drei“, kontert Frisch-Auf-Trainer Rolf Brack schlagfertig den Hinweis auf die beiden Erfolge zuletzt und will trotz aller Personalsorgen weitere zwei Pluspunkte mit dem Tabellenzwölften (11:17 Zähler)  einfahren. Adrian Pfahl (Kapselverletzung im Zeh) ist wie die Langzeit-Ausfälle Halén, Heymann und Urban zuhause geblieben, Jacob Bagersted (Bauchmuskelverletzung) saß gestern mit im Bus nach Lübbecke, soll aber nicht spielen. Zudem plagt Bagersteds Kreisläufer-Kollegen Kresimir Kozina eine Wadenverhärtung. Brack: „Ich hoffe, dass er dennoch durchhält, sonst müssten wir mit Joscha Ritterbach am Kreis improvisieren.“ Immerhin hat Tim Kneule keine Probleme mit seiner Schienbeinprellung, Zarko Sesums Sprunggelenks- Schmerzen haben deutlich nachgelassen. Der Coach macht sich dennoch einmal mehr ernsthafte Gedanken über die Kadergröße bei Frisch Auf: „Statt 14 habe ich aktuell zehn Feldspieler zur Verfügung, es fehlen also vier Wechselmöglichkeiten, die ich gerne nutzen würde.“ Brack will noch gar nicht an eine solche Konstellation in den Monaten Februar und März denken, wenn die Gruppenphase im Europapokal ansteht.

Heute Abend droht somit nicht nur am Kreis, sondern auch im Abwehrzentrum ein Engpass, weil zum Trio für diese Aufgabe neben Kapitän Zarko Sesum die beiden Kreisläufer zählen. Hier könnte Daniel Fontaine eine Alternative sein, dem Brack wie auch Jens Schöngarth eine zuletzt positive Entwicklung bescheinigt. Schließlich sei eine gute Abwehrleistung die wichtigste Voraussetzung, „um etwas mitzunehmen“.

Der heutige Gastgeber ist für den Göppinger Coach trotz des letzten Tabellenplatzes „kein typischer Abstiegskandidat, da sind drei, vier andere Mannschaften schlechter besetzt“. Lübbecke habe in der vergangenen Saison die Zweite Liga deutlich vor Hüttenberg und Ludwigshafen-Friesenheim dominiert, in Liga eins habe das Team bislang „viele Spiele knapp verloren“. Der aktuelle Sieg beim TVB Stuttgart mache die Aufgabe nicht einfacher, denn es gebe einfach nichts Besseres fürs Selbstvertrauen.

Darauf bezogen haben seine Göppinger aber dann doch wieder gute Karten, um ihre Auswärtsbilanz von bisher einem Sieg und drei Unentschieden zu verbessern. Sie bringen das Selbstbewusstsein von zuletzt zwei Siegen in dieses heutige Punkteduell ein.

Europapokal In der Zentrale der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in Wien findet heute im Beisein von Frisch-Auf-Geschäftsführer Gerd Hofele die Auslosung der Gruppenphase im EHF-Cup statt. Göppingens Coach Rolf Brack würde wie die Frisch-Auf-Fans gerne nach Island reisen, rechnet aber eher mit Blick auf seine Vergangenheit als Schweizer Nationaltrainer mit Wacker Thun als einem von drei Kontrahenten in Hin- und Rückspiel.

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