Frisch Auf schielt nach Nantes

Nach ihrem 26:26 bei RK Maribor haben die Frisch-Auf-Handballer das Final Four im EHF-Pokal im Blick. Vor der Reise nach Nantes wartet aber noch das Rückspiel gegen die Slowenen am Samstag um 19.30 Uhr.

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Momir Rnic führte in Maribor glänzend Regie und konnte sich außerdem über zehn Torerfolge freuen.  Foto: 

Momir Rnic grinste spitzbübisch. "Zehn Tore sind doch nicht so schlecht, oder?" kommentierte der 25-jährige Serbe im Frisch-Auf-Trikot, der im Viertelfinale des EHF-Pokals beim slowenischen Spitzenklub RK Branik Maribor zugleich als Spielgestalter gefragt war, seinen Auftritt. "Ich habe Spaß auf beiden Positionen und spiele dort, wo mich der Trainer benötigt", stellte sich Rnic nach dem Schlusspfiff auch mündlich ganz in den Dienst der Göppinger Mannschaft, die sich mit dem 26:26 (13:15)-Unentschieden am Fuße der slowenischen Berge alle Möglichkeiten offen ließ, um am kommenden Samstag in eigener Halle (Anpfiff 19.30 Uhr) das Weiterkommen im Viertelfinale des EHF-Pokals perfekt zu machen.

"Dieses Ergebnis ist eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Final Four im Rückspiel", weiß auch der serbische Nationalspieler, der den Cup vergangenen Sommer als Neuzugang (aus dem slowenischen Celje) in seinen Händen gehalten hatte. Am Pfingstwochenende würde er dies gerne ein zweites Mal im grün-weißen Trikot tun, dann im französischen Nantes, wo nach der von Frisch Auf mit Erfolg absolvierten Gruppenphase mit dem Final Four die zweite Neuerung dieser Saison in diesem Wettbewerb der Europäischen Handballföderation (EHF) wartet.

"Ich muss zufrieden sein", hielt Velimir Petkovic nach der Partie fest, in der nur 1800 Zuschauer, darunter rund 80 mächtig engagierte Göppinger Fans, für einen Höllenlärm im Hexenkessel gesorgt hatten. "Ich wollte mit Blick aufs Rückspiel kein Risiko eingehen, nicht dass Haaß noch länger ausfällt", ordnete der Frisch-Auf-Trainer die Rückenprobleme seines etatmäßigen Spielmachers ein, der ausschließlich in der Abwehr zum Einsatz kam, und entschied sich für Rnic als erste Alternative am Regiepult.

Dazu kam, dass Pavel Horak im Laufe der Partie umknickte, Zarko Markovic mit seinen Fußsehnen-Problemen nicht seine gewohnte Form abrufen konnte und mit Felix Lobedank der zweite Linkshänder im rechten Rückraum nach seiner Schulterverletzung noch Zeit braucht. Dennoch gab es ein Trainerlob für den Ex-Balinger: "Lobedank pausierte zwei Monate und ihm fehlt Spielpraxis, aber er geht da hin, wo es wehtut. Das gefällt mir." Die Begegnung verlief laut Petkovic ähnlich wie erwartet hatte: "Wir wollten natürlich gewinnen, haben dementsprechend begonnen und auch geführt. Aber ich habe schon in meiner Auszeit gewarnt, dass Maribor nie aufgibt." Das war in der 26. Minute beim 13:10 für Frisch Auf, das zuvor vor allem dank der Tore von Rnic (10/3) und Rechtsaußen Christian Schöne (5) sogar 12:7 geführt hatten.

Nach dem 15:13-Vorsprung zur Pause gestaltete sich der zweite Durchgang deutlich enger, weil die Frisch-Auf-Offensive dank einer wesentlich aggressiveren Gastgeber-Abwehr nicht mehr wie gewünscht zum Zuge kam und die Göppinger Verteidigung einschließlich Torhüter Primoz Prost an Qualität verlor.

Am Ende einer umkämpften zweiten Hälfte hatten beide Seiten noch die Siegchance, es blieb aber beim 26:26, auch weil der eingewechselte FA-Keeper Bastian Rutschmann in der Schlusssekunde noch die Fußspitze an den Ball brachte und diesen um den Pfosten lenkte. Frisch-Auf-Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Weiß sah es anschließend gelassen: "Ich bin mit dem Auftritt der Mannschaft zufrieden. Das Ergebnis ist eine Marketingaktion fürs Rückspiel", formulierte Weiß seinen Wunsch nach einer großen Kulisse für den Heimauftritt und grinste ähnlich spitzbübisch wie Torjäger Rnic.

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