Frisch Auf mit Gala-Vorstellung in die Gruppenphase

Göppinger Handballer zeigen nach Sieg über die Rhein-Neckar-Löwen auch im Drittrunden-Rückspiel in Arendal ihre Klasse und gewinnen 31:21.

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Abklatschen mit den norwegischen Mädchen, die den besten Spieler der Gäste auszeichnen dürfen: Frisch-Auf-Torjäger Marcel Schiller und Kollegen hatten in Arendal gut lachen.  Foto: 

Ein gigantisches Rückspiel hatte die norwegische Lokalzeitung „Agderposten“ den Fans in Arendal versprochen. Kein Wunder, schließlich hatte der örtliche Erstligist OIF Arendal im Drittrunden-Hinspiel des EHF-Pokals bei Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen ein überraschendes 27:27 geholt. Doch gigantisch war am Ende nur der Auftritt der Gäste, die den völlig überforderten norwegischen Vizemeister nach allen Regeln der Kunst beherrschten und einen verdienten 31:21 (15:9)-Sieg feierten. Durch diesen Erfolg zogen die Göppinger in ihrem Lieblingswettbewerb in die Gruppenphase ein.

„Ich bin hochzufrieden. Vor allem mit unserer kämpferischen Qualität, unserer Abwehr, unseren Torhütern und unserer Mentalität“, freute sich Frisch-Auf-Trainer Rolf Brack über den erfolgreichen Ausflug in den Süden des skandinavischen Landes. Für den 63-Jährigen war es der erste Auftritt als Vereinstrainer auf internationalem Parkett. „Daran habe ich nicht gedacht. Ich war ganz auf die Aufgabe bezogen, weiterzukommen“, erklärte Brack nach dem Sieg.

Nach einer 2:1-Führung der Norweger drehten die äußerst konzentriert auftretenden Göppinger vor den knapp 1900 Zuschauern in der  Sporthalle Sparebanken Sör Amfi auf und setzten sich bis zur 25. Minute auf sieben Tore ab (14:7). Überragender Mann der ersten halben Stunde war Linksaußen Marcel Schiller, der bis zur 15:9-Halbzeitführung der Göppinger sieben Mal traf, darunter drei Siebenmeter, und dabei eine hundertprozentige Trefferquote aufwies. „Wir wussten, dass wir gewinnen müssen“, erklärte Schiller, der nach der Partie als bester Gästespieler geehrt wurde, „das haben wir auch heute auf dem Spielfeld gezeigt.“

Neben dem erfolgreichen Links­außen verdiente sich auch Torwart Primoz Prost Bestnoten, der ebenso wie beim überraschenden 28:26-Heimsieg am Donnerstag über den Deutschen Meister Rhein-Neckar-Löwen in Arendal einen starken Eindruck hinterließ. Mitte der zweiten Hälfte wurde er von Daniel Rebmann ersetzt, der seine Sache ebenfalls gut machte.

Im zweiten Durchgang setzte sich das ungleiche Spiel zwischen dem norwegischen Underdog und dem Cup-Verteidiger fort. Göppingen dominierte die Begegnung nach Belieben und führte zum Teil mit bis zu 14 Toren Unterschied (28:14/45. Minute; 29:15/48. Minute). Nach ein paar Unkonzentriertheiten in der Schlussphase kamen die Norweger bis zum Ende noch auf 21:31 heran. Als der Sieg längst feststand, setzte Coach Brack auch vermehrt Spieler ein, die in den vergangenen Partien nur wenig Spielanteile hatten, wie die beiden Rückraumspieler Daniel Fontaine und Jens Schöngarth. Speziell diesen beiden Profis zollte der Trainer ein Sonderlob: „Sie kamen rein und waren gleich voll dabei und zeigten, dass sie auch Leistungsträger sein können.“

Sorgen bereiteten dem Göppinger Brack nur Nationalspieler Tim Kneule, der sich eine Prellung am Schienbein zugezogen hat, und Kapitän Zarko Sesum, der vor einer Woche im Training umgeknickt ist und derzeit nur unter Schmerzen spielt. Angesichts der beiden starken Vorstellungen gegen die Rhein-Neckar-Löwen und Arendal sprach der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Weiß von einem „Traum“, während Brack schwärmte: „Wir haben Erfolge in einer Art und Weise erzielt, wie sie sich keiner erträumt hätte.“

OIF Arendal: Tomic, Strat; Vidovic (3), K. Pedersen, Lindell, A. Pedersen (5/2), Paulsen (1/1), E. Pedersen (3), Rannekleiv (1), Rui, Macharashvili, Munk (6), Simonsen (2), Ekman.

FA Göppingen: Prost, Rebmann (ab 42.); Kneule (2), Ritterbach (4/1), Damgaard (2), Trost, Bagersted (1), Sesum (3), Fontaine (2), Schiller (9/5), Rentschler (4), Schöngarth (2), Kozina (2).

SR: Jerlecki/Labun (Polen).

Zeitstrafen: 8:10 Minuten.

Zuschauer: 1875.

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