Frisch-Auf-Frauen beim Finale in Buxtehude

In der Frauenhandball-Bundesliga gastiert Frisch Auf Göppingen heute zum Saisonabschluss beim Buxtehuder SV, der noch Meister werden kann. Der Klassenerhalt der Grün-Weißen ist noch nicht definitiv gesichert.

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Iris Guberinic will heute in Buxtehude noch einmal alles geben.  Foto: 

"Ich bin froh, wenn ein Schlussstrich unter diese Saison gezogen werden kann", fasst Iris Guberinic ihre Gemütslage und wohl auch das Empfinden vieler FAG-Fans zusammen. Es war eine Saison, die insgesamt unter keinem guten Stern stand und an die Substanz ging, wie die Rechtshänderin bestätigt: "Ich bin körperlich und mental am Ende", beschreibt sie ihre persönliche Situation, die auch auf das Team als Ganzes übertragen werden kann. "Es ist schade, mit solchen Einzelspielerinnen so wenig zu schaffen", schwingt in ihren Worten Enttäuschung mit, "wir hatten mit vielen Verletzungen zu kämpfen und teilweise lief es schlicht nicht wie gewünscht, aber daran kann man jetzt nichts ändern", blickt die 23-Jährige nach vorne, "ich freue mich jetzt auf die Sommerpause. Dann heißt es, sich zu erholen, um mit frischer Kraft und frischem Kopf sowie mit neuem Team wieder anzugreifen."

Damit dieser Tatendrang in der Saison 2015/16 weiterhin im Handball-Oberhaus ausgelebt werden kann, braucht Frisch Auf (12:38 Punkte) entweder einen Punktgewinn beim Tabellenzweiten Buxtehuder SV (44:6) oder Unterstützung aus Leverkusen, wo der Vorletzte DJK/MJC Trier (10:40) einen Sieg benötigt, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben. "Wir hoffen und zählen alle auf Bayer", drückt Iris Guberinic den Elfen die Daumen, "wenn Leverkusen volle Kanne spielt, werden sie gewinnen." Doch hundertprozentig sicher ist sich die Nummer 13 der Frisch-Auf-Damen dabei nicht. Geht es nach ihr, beseitigt die Knezevic-Truppe selbst die restlichen Zweifel: "Wir hauen in Buxtehude nochmals alles raus", verspricht sie kämpferisch alles für den Punktgewinn zu geben, "wir wollen sie solange wie möglich ärgern und mitspielen. Die Begegnung ist für uns megawichtig und mein Gefühl sagt mir, dass es für uns leichter wird als gegen den Thüringer HC."

Gegen den Tabellenführer setzte es am Dienstag eine herbe 28:40-Schlappe. In der EWS-Arena lief bei den Grün-Weißen über weite Strecken nur wenig zusammen, wie Iris Guberinic bestätigt: "Es tut mir leid für die Zuschauer, dass wir so hoch verloren haben. Wir haben gekämpft und hatten auch gute Phasen, aber der THC ist sehr stark", geht die sympathische Slowenin die Partie nochmals durch, "Thüringen hat einen großen Kader, kann viel wechseln und daher 60 Minuten Vollgas gehen. Ich war nach dem Spiel körperlich total kaputt und ich glaube, es ging nicht nur mir so. Insgesamt ist es also keine Überraschung, dass wir verlieren, auch nicht in solch einer Höhe." Im Titelkampf sieht die 1,76 Meter große Guberinic daher auch Thüringen vorne. Für sie war das Verpassen des Pokalsiegs ein Weckruf, der für den THC zur rechten Zeit kam: "Danach waren sie total fokussiert und bei der Sache, das hat man am Dienstag gemerkt", erklärt die Linksaußen, "das war ein super Tempo von ihnen und eine tolle Abwehr. Wenn sie diese Leistung gegen Leipzig wiederholen, werden sie sich die Meisterschaft nicht nehmen lassen."

"Für mich war die Saison sehr schwer. Ich war neu in Göppingen und musste mich erst zurechtfinden, sportlich und beruflich. Das war sehr anstrengend. Ich brauche jetzt definitiv eine Pause", zieht Iris Guberinic ein persönliches Saisonfazit und erläutert, warum sie auf die beiden anstehenden Länderspiele gegen Frankreich verzichtet: "Ich merke, dass ich Urlaub und Ruhe brauche. Ich bin am Ende, das Verletzungsrisiko wäre zu hoch. Ich will nichts riskieren, auch schon im Hinblick auf das kommende Spieljahr." Dann sind ihre Batterien wieder voll aufgeladen und sie will mit Frisch Auf von Neuem voll angreifen - in der ersten Bundesliga.

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