Flensburg befindet sich auf dem Weg zu alter Stärke

In Flensburg trifft Frisch Auf auf eine Mannschaft, die auf dem Weg zurück zu alter Stärke ist. Die SG ist noch in drei Wettbewerben aktiv.

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Für Flensburg läuft heute auch Lars Kaufmann auf.

In gleich drei Wettbewerben ist die SG Flensburg-Handewitt noch aktiv und profitiert damit von einer erfolgreichen Vorsaison. In der vergangenen Runde hatte der nördlichste Bundesligist im europäischen Geschäft gefehlt, sich auf die Bundesliga konzentriert und am Ende mit Rang sechs abgeschlossen.

Wie Göppingen war Flensburg vergangenes Jahr im Mai beim Pokal-Final-Four vertreten. In der laufenden Saison fehlt der SG dafür nur noch ein Sieg, Ende Februar geht es im Heimspiel gegen Göppingen-Bezwinger TSV Neuhausen. Über die Finalteilnahme im DHB-Pokal qualifizierte sich Flensburg trotz der Niederlage gegen Kiel für den europäischen Wettbewerb.

Der Pokal der Pokalsieger ist seit Jahren fest in deutscher Hand, am vergangenen Wochenende siegte die SG im Achtelfinal-Hinspiel in Budapest 32:26. Trotz der Dreifach-Belastung kommt die SG Flensburg in der laufenden Saison auch in der Bundesliga gut voran. Auf dem vierten Rang sind gar die Qualifikationsplätze zur Champions League in Sichtweite.

Der aktuelle Erfolg der SG lässt sich vor allem mit drei Namen in Verbindung bringen: Ljubomir Vranjes, Holger Glandorf und Lars Kaufmann. Vor gut einem Jahr übernahm der frühere Spielmacher Vranjes das Traineramt von Per Carlen. Während sein Vorgänger inzwischen auch in Hamburg entlassen wurde, formte der 38-jährige Schwede wieder eine Spitzenmannschaft.

Mit Holger Glandorf und Lars Kaufmann wurden auf den Halbpositionen zwei deutsche Nationalspieler an die dänische Grenze gelotst, in Göppingen ließ man Kaufmann nur ungern ziehen. Nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten greift in Flensburg ein Rädchen ins andere, Glandorf und Kaufmann sind Leistungsträger.

Unruhe hatte die SG Flensburg-Handewitt vielmehr im nicht-sportlichen Bereich zu vermelden. War die Campushalle vor zehn Jahren als neue Heimspielstätte der SG gebaut werden, sorgte ein Betreiberwechsel zum Jahr 2012 im Vorfeld für mächtig Aufregung. Die Miete sollte deutlich erhöht werden, die Handballer pokerten und drohten gar mit einem Umzug ins 100 Kilometer entfernte Neumünster. Die Muskelspielchen funktionierten, für die laufende Saison wurde ein Kompromiss gefunden. Zur neuen Saison muss nun aber ein neuer Vertrag verhandelt werden, dann vielleicht auch für die Champions League.

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