Europapokal im Hinterkopf

Heute um 20.15 Uhr müssen die Göppinger Handballprofis beim Tabellenvierten SG Flensburg-Handewitt antreten - eine schwierige Aufgabe zwischen den Achtelfinalspielen im Europapokal.

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Frisch Auf droht heute im Bundesligaspiel bei der SG Flensburg-Handewitt ein weiterer Ausfall: Kreisläufer Manuel Späth (am Ball) meldete sich gestern krank, der 26-Jährige liegt mit einer Grippe flach. Foto: Peter Poller

"Mir wäre ein nicht so starker Gegner lieber gewesen", gesteht Velimir Petkovic unverhohlen, wenn er an das heutige Bundesliga-Gastspiel der Göppinger Handballer bei der SG Flensburg-Handewitt denkt (20.15 Uhr, Campushalle, live zu sehen auf HBL-TV im Internet). Beim Tabellenvierten, der den Anschluss an die besten Drei und damit die Chance auf eine Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison wahren will, erwartet die in Punktspielen zuletzt drei Mal erfolglosen Schützlinge des Frisch-Auf-Trainers eine hohe Hürde.

"Natürlich haben wir mit dem Erfolg über Odorheiu im EHF-Pokal am Samstag Selbstvertrauen getankt", weiß Petkovic, "aber die Flensburger werden auch voll motiviert sein. Dennoch werden wir alles versuchen, um eine Überraschung zu schaffen." Wahrscheinlich ist, dass Frisch Auf dafür im Rückraum ähnlich rotieren wird wie zuletzt, neben Drasko Mrvaljevic könnten auch Momir Rnic und Pavel Horak auf der Spielmacherposition auflaufen. Gleichzeitig räumt der Coach, der seine Schachzüge nicht preisgeben wollte, ein, dass er heute Abend auch das Rückspiel am Samstag um 17.30 Uhr in Rumänien im Hinterkopf hat: "Dort soll auf keinen Fall etwas anbrennen." Allerdings nehmen die Göppinger einen 31:20-Vorsprung mit auf die Reise nach Siebenbürgen.

Heute steht aber zunächst der Flug nach Hamburg und der Kleinbus-Transfer nach Flensburg an, wo Ex-Kollege Lars Kaufmann mit seinem neuen Team wartet. Beim Hinspiel hatten die Norddeutschen mit 25:23 die Punkte aus der EWS-Arena entführt. Noch ist offen, ob bei den Göppingern, die in dieser Saison erst einmal auswärts gewannen, Dalibor Anusic und Manuel Späth in Flensburg mitwirken können. Beide Abwehrrecken, zugleich auch die beiden etatmäßigen Kreisläufer, sind angeschlagen, Anusic zwickt der Rücken, Manuel Späth meldete sich gestern mit Grippe krank. Auf SG-Seite, die am Wochenende im Europapokal der Pokalsieger mit einem 32:26 in Budapest den Grundstein fürs Weiterkommen legte und in der Bundesliga vor Wochenfrist beim TBV Lemgo 29:31 unterlegen war, fehlt Kreisläufer Jacob Heinl, der sich in Lemgo einen Mittelhandbruch zugezogen hat. Zudem setzte zuletzt auch Kreisläufer Knudsen verletzt aus.

Im Windschatten der Europameisterschaft erklärte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke, dass der Titelgewinn Dänemarks nicht nur den drei SG-Akteuren von jenseits der Grenze, sondern der gesamten Flensburger Mannschaft, die in dieser Runde erst ein Heimspiel verlor, einen Schub gebe. Gleichzeitig räumte er ein, dass sein Verein am Scheideweg stehe. man wolle den maximalen sportlichen Erfolg, sei aber auch zum Sparen gezwungen.

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