Die nächste Herkulesaufgabe

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Obwohl Michaela Hrbkova im Spiel gegen den Thüringer HC am Sprunggelenk behandelt werden musste, sollte die Torjägerin von Frisch Auf Göppingen morgen in Bietigheim mitwirken können.  Foto: 

Die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen stehen morgen um 18 Uhr in der Ludwigsburger MHP-Arena vor der nächsten Herkulesaufgabe: Das Team von Trainer Aleksandar Knezevic bekommt es beim Meister SG BBM Bietigheim vier Tage nach der 24:30-Auftaktniederlage beim Thüringer HC gleich mit einem weiteren Schwergewicht der Liga zu tun.

Dass seine Mannschaft zu so einem frühen Zeitpunkt gegen den württembergischen Rivalen aus dem Enztal ran muss, spielt für Knezevic eine untergeordnete Rolle. Punkte würden in Bietigheim für die Frisch-Auf-Frauen wohl auch ein paar Monate später nicht zu holen sein. Dafür spielt die SG BBM, die sich mit einem 30:22 gegen Buxtehude den Super-Cup und damit den ersten Titel der Saison sicherte, in einer anderen Liga. So bleiben lediglich eine  Außenseiterchance und die leise Hoffnung, dass der Nachbar einen schwachen Tag erwischt und in der jungen Saison noch nicht so gefestigt ist.

„Wir wollen Bietigheim so lange wie möglich ärgern“, gibt Knezevic vor. „Wenn sich eine Chance ergibt, wollen wir sie nutzen. Bietigheim ist eine sehr starke Mannschaft, aber wir werden wie schon beim Thüringer HC, wo wir leider einen schlechten Start erwischt, uns aber wieder herangekämpft haben, alles geben.“ Im Auftaktspiel gegen Leverkusen lief bei den Enztälerinnen noch nicht alles nach Wunsch. Zwar holten sie mit 24:20 beide Zähler, dennoch hatte das Team von Coach Martin Albertsen  Luft nach oben. „Vor allem unser Angriffsspiel muss besser werden“, war der Trainer mit der Offensiv­leistung seines Teams nicht zufrieden, das sich eine achtminütige Torflaute leistete und immer wieder an Leverkusens Torhüterin Katja Kramarczyk scheiterte. Die Abwehr dagegen packte gut zu und in Hälfte zwei hielt die eingewechselte Valentyna Salamakha sehr gut. Nicht zurückgreifen können die Bietigheimerinnen die nächsten Monate auf die schwangere Niederländerin Maura Visser. Ihr Ausfall schwächt den Kader unwesentlich, der überragend besetzt ist und mit Spielgestalterin Karolina Kudlacz-Gloc vom insolventen HC Leipzig aufgewertet wurde. Ein großes Augenmerk legt der Göppinger Gegner auf die Champions League, in der man Premiere feiert. Fast hätte es vergangene Runde schon zum Titel im EHF-Cup gereicht, doch der russische Topclub Rostov-Don erwies sich als eine Nummer zu groß.

Die Frisch-Auf-Frauen müssen morgen diszipliniert und konzentriert auftreten und dürfen dem Meister keine einfachen Kontertore gestatten. Personell hat sich gegenüber Mittwoch nichts verändert. Lina Krhlikar und Anja Brugger fehlen, Torjägerin Michaela Hrbkova, die in der zweiten Hälfte des Spiels beim THC kurz am Sprungelenk behandelt wurde, dann aber weiterspielte, sollte auflaufen können.

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