DHB-Pokal nach Oldenburg

VfL Oldenburg heißt der Pokalsieger 2012 bei den Handball-Damen. Im Finale gelang ein verdienter 35:30 (19:18)-Erfolg über Bayer Leverkusen.

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"Der VfL ist ein verdienter Pokalsieger", zeigte sich Renate Wolf als faire Verliererin. Die Bayer-Trainerin erkannte an, dass sich mit Oldenburg das bessere Team durchsetzte. "Unser Kopf wollte, aber wir konnten athletisch mit unserem kleinen Kader nichts mehr zusetzen", führte sie den Kräfteverschleiß als mitentscheidend an.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte zeigten beide Teams den 2200 Fans in der stimmungsvollen EWS-Arena ein hochklassiges Finalspiel, das von attraktivem und temporeichem Offensiv-Handball geprägt war. Die Angriffsreihen zeigten sich sehr beweglich und variabel, im Abschluss wurde nicht lange gefackelt, so dass es kaum Ruhephasen zu verzeichnen gab. Nach einer Viertelstunde stand es 10:10 und im Gleichschritt sollte es zunächst bis zum Pausenpfiff weitergehen.

Doch ab der 40. Minute stockte das Leverkusener Offensivspiel, das bis dato von den beiden Halben Denisa Glankovicova (12/2 Tore), der besten Torschützin des Turniers, und Laura Steinbach (7), die zur besten Spielerin gewählt wurde, angetrieben wurde. Leszek Krowicki, der Trainer des VfL Oldenburg, begründete dies mit der Umstellung auf eine 6:0-Abwehrformation. "Wir konnten die Halbpositionen zunächst nicht kontrollieren", pflichtete ihm seine Spielerin Sabrina Neuendorf bei, "nach der Umstellung wurde es besser. Dazu hat sich unsere Torhüterin Julia Renner unheimlich gesteigert und unseren Sieg möglich gemacht. Insgesamt bin ich einfach überglücklich."

Auch für Renate Wolf ging der Zweikampf im Tor "ganz klar" an Oldenburg, so dass Julia Renner zu Recht zur besten Torhüterin des Final Four gekürt wurde. Mit den Renner-Paraden und einer überragenden sechsfachen Torschützin Angie Geschke, die sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff vorbildlich voranging, gelang es dem VfL, sich abzusetzen. Beim 28:23 (46.) betrug der Vorsprung erstmals fünf Tore, was einer Vorentscheidung gleichkam. Leverkusen gab sich kämpferisch nicht auf, doch der VfL zog sein Spiel weiterhin durch, war an diesem Tag die bessere Mannschaft und ließ sich den Titel nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein verdienter 35:30-Sieg, womit Oldenburg für das Aus im Viertelfinale der Meisterschafts-Playoffs erfolgreich Revanche nahm und sich mit dem DHB-Pokal, überreicht von DHB-Präsident Ulrich Strombach, trösten darf. "Wir waren stark motiviert, nachdem unsere Bundesliga-Saison vor wenigen Tagen endete. Das Final Four war nochmals die Möglichkeit zu zeigen, was wir können", hielt ein glücklicher Krowicki fest.

Im kleinen Finale trafen mit dem HC Leipzig und dem Buxtehuder SV die eigentlichen Turnierfavoriten aufeinander. Da sich beide Teams bereits am Mittwoch im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft wiedersehen, wechselten beide Trainer munter durch. Trotz des geringen sportlichen Werts gingen die Spielerinnen engagiert zu Werke und zeigten eine kurzweilige Begegnung, die immer spannend blieb. Nachdem es nach regulärer Spielzeit 24:24 stand, musste das Siebenmeter-Werfen entscheiden, in dem Leipzig die Oberhand behielt.

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