Derby-Pleite für Frisch-Auf-Frauen

Die Luft im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga bleibt für die Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen dünn. Im Derby in Bietigheim mussten sich die Grün-Weißen mit 24:25 geschlagen geben.

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Wieder einmal hatten die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen im Derby bei der SG BBM Bietigheim großen Einsatz und Willen gezeigt, und wieder einmal mussten sie am Ende dennoch dem Gegner zum Sieg gratulieren. "Es war von unserer Seite ein großer Kampf mit vielen Emotionen", blickte Frisch-Auf-Coach Aleksandar Knezevic auf die knappe Niederlage zurück.

Lediglich am Anfang musste man sich Sorgen machen, dass die Niederlage gegen Blomberg am grünen Tisch in den Köpfen der Spielerinnen herumspuken könnte. Bietigheim erwischte den besseren Start und führte mit 2:0, ehe Frisch Auf in der fünften Minute der erste Treffer gelang. Es war der Auftakt zur besten Phase der Grün-Weißen, die einen starken Lauf starteten und bis zur 17. Minute mit 10:4 die Nase vorne hatten. Dann fand auch Bietigheim besser ins Spiel und konnte den Rückstand verkürzen. Besonders zwei Zeitstrafen in Folge brachten Göppingen etwas aus der Spur. Die Gastgeberinnen drehten das Spiel und gingen mit einer 13:12- Führung in die Halbzeit.

Spannung pur in Durchgang zwei

Der zweite Durchgang war an Dramatik kaum zu überbieten. In einem Spiel, in dem immer mehr der Kampf Einzug hielt, schenkten sich die beiden Lokalrivalen nichts. Bietigheim legte vor, Göppingen glich aus, fast die gesamte zweite Hälfte lief nach diesem Muster. Sechs Minuten vor dem Ende gelang den Grün-Weißen durch Seline Ineichen erstmals wieder die eigene Führung zum 22:21. Doch wieder wurde eine Zeitstrafe zum Stolperstein. Bietigheim nutzte die Überzahl, um wieder in Front zu gehen. Als der letzte Angriff der Göppingerinnen torlos blieb, war die 24:25-Niederlage besiegelt.

"Die Zeitstrafen haben uns in zwei entscheidenden Phasen aus dem Rhythmus gebracht", resümierte Coach Knezevic, der mit den Entscheidungen nicht einverstanden war. Ein Sonderlob vergab der Trainer an Lina Krhlikar, die trotz Verletzung unermüdlich kämpfte, und Anouk van de Wiel, die sich in der ersten Hälfte am Sprunggelenk verletzte und unter Schmerzen weiterspielte. Eine starke Leistung zeigte Jessica Jochims im Tor, die von Knezevic das Vertrauen über 60 Minuten bekam.

Durch den Trierer Sieg in Celle rückten die Kellerkinder nochmals enger zusammen. Göppingen steht weiterhin einen Punkt vor den Abstiegsplätzen, hat aber gegenüber der Konkurrenz den Vorteil des besseren Torverhältnisses. Während Celle wohl abgeschlagen ist, wird das Gastspiel der Grün-Weißen in Koblenz am 9. Mai wohl zum großen Finale um den Ligaverbleib.
 



SO SPIELTEN SIE

SG BBM Bietigheim: Wysokinska, Giegerich; Maric (2/2), Mack (2), Lorentsen (7), Ilyes (1), Bok, Grubisic (1), Jongenelen, Poulsen (2), Yttereng (2), Pielesz (6), Malestein (2).

Frisch Auf Göppingen: Jochims, Herrmann (n. e.); Windisch, Hrbkova (8/3), Guberinic (4), van de Wiel (5), A. Rösler, Dinkel, Ineichen (4), M. Rösler, Krhlikar, Petrinja (3).

Schiedsrichter: Michael Kilp/Christoph Maier (Oberursel/Steinbach).

Zeitstrafen: 8:10 Minuten.

Zuschauer: 900.

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