Derby "ein normales Spiel"

Das Bundesliga-Derby zwischen den Handballern von HBW Balingen-Weilstetten und Frisch Auf Göppingen ist für Magnus Andersson "ein normales Spiel" - für die Fans ist es stets ein Prestige-Duell.

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Frisch-Auf-Neuzugang Niclas Barud soll morgen in Balingen seine Bundesliga-Premiere feiern.  Foto: 

Derbys im Sport haben in der Regel elektrisierende Wirkung, auf die Spieler, auf die Trainer, auf die Fans. Doch Frisch-Auf-Coach Magnus Andersson bleibt mit Blick auf das anstehende Schwabenduell in der Handball-Bundesliga zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und den Göppingern am Samstag um 19 Uhr in der Balinger Sparkassen-Arena skandinavisch kühl. "Ich bleibe da eher unberührt, vielleicht weil ich die Region ja auch erst ein Jahr kenne. Rivalität spüre ich gar nicht, vielleicht ist es eine Prestige-Angelegenheit. Für mich ist es ein normales Spiel mit der Besonderheit einer kurzen Anreise", ordnet der Schwede das Aufeinandertreffen des Tabellen-15. (2:8 Zähler) und des Achten (6:4 Punkte) ein.

Andersson konzentriert sich vielmehr auf die Vorbereitung seiner Mannschaft, die in der noch jungen Saison ihre bisherigen beiden Auswärtsspiele in Hannover und Mannheim verloren hat, in eigener Halle dafür drei Mal deutlich gewann. Nach drei Spielen in der vergangenen Woche können sich die Göppinger diesmal in aller Ruhe auf den Auftritt bei den "Galliern" vorbereiten und Andersson freut sich zudem, dass sich die Personallage beim Vorjahres-Fünften weiter entspannt. "Niclas Barud hat am Montag und Dienstag hundertprozentig trainiert. Wenn es keinen Rückschlag gibt, ist er dabei", so der Trainer. Für den schwedischen Neuzugang, der sich beim Vorbereitungsturnier in Ehingen einen Innenbandriss im Knie zugezogen hatte, steht nach einer sechswöchigen Reha-Phase somit die Bundesliga-Premiere an. "Das ist eine wichtige Entlastung für Manuel Späth und Zarko Sesum", so Andersson zur Alternative im Abwehr-Mittelblock und am Kreis.

Die Balinger sieht der Göppinger Trainer als unangenehmen, offensiv agierenden Gastgeber, der fehlende Stars durch gute Organisation und großen Einsatz ersetze. "Die Balinger haben eine unglaublich gute vergangene Saison abgeliefert und haben damit viele überrascht. In Balingen haben viele Mannschaften verloren, wir aber dank gutem Spiel gewonnen", erinnert sich Andersson an den 30:24-Sieg Mitte Dezember 2014, "wir müssen dort wieder sehr konzentriert auftreten."

Auf der Seite des Gegners weiß Markus Gaugisch nach zwei Punkten aus fünf Spielen: "Wir dürfen uns nicht vom Vorjahr blenden lassen, als wir überragend abgeschnitten haben. Die aktuelle Saison wird kein Selbstläufer", so der HBW-Coach, der als Gymnasiallehrer unter der Woche auch sieben Stunden an der Schule unterrichtet. Zwar habe er sich zu diesem Zeitpunkt ein, zwei Punkte mehr erhofft, aber das Programm sei alles andere als leicht gewesen. Zuletzt in Magdeburg verkauften sich die Balinger bei ihrer 27:28-Niederlage gut, fuhren aber mit leeren Händen heim. Bange machen gilt also nicht: "Ein Derby ist immer offen, deshalb gehen wir da nicht ängstlich rein."

Sorgen bereitet dem ehemaligen Göppinger Spieler allerdings die Verletzung seines Spielmachers Martin Strobel aus den Anfangsminuten von Magdeburg. Markus Gaugisch weiß: "Es ist eine Fersenprellung, zum Glück ging nichts kaputt. Aber die Prellung ist sehr schmerzhaft. Strobel konnte bislang nicht trainieren und ob es bis zum Spiel am Samstag reicht, ist fraglich."

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