Das Ende der Leidenszeit für Daniel Fontaine

Sechs Monate und vier Tage lang hatte Handballer Daniel Fontaine kein Bundesligaspiel mehr für Frisch Auf bestritten. Beim 27:19-Heimsieg gegen Lübbecke feierte er sein Comeback. Und traf gleich wieder.

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Mit vereinten Kräften stoppen die Frisch-Auf-Spieler Daniel Fontaine (links) und Marcel Schiller den Lübbecker Gabor Langhans.  Foto: 

Zwei Mal wurde es am Samstagabend in der EWS-Arena beim 27:19 (11:8)-Heimsieg der Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen gegen die TuS N-Lübbecke richtig laut: bei Bojan Beljanskis Treffer zum 27:15 in der 56. Minute, den er per Kempatrick im Lübbecker Gehäuse unterbrachte und - sechs Minuten zuvor - beim ersten Pflichtspieltreffer des wiedergenesenen Daniel Fontaine nach mehr als sechs Monaten zum 22:14.

"Zwei Spieler haben gekreuzt, und auf einmal lag der Ball vor mir. Dann musste ich ja loslaufen", beschreibt Fontaine die Szene, die zu seinem Gegenstoßtor führte. Frisch-Auf-Trainer Magnus Andersson hatte den Rückraum-Linken, der monatelang wegen einer Schambeinentzündung außer Gefecht war, bis dahin nur in der Abwehr eingesetzt. In der 23. Minute wurde er unter dem Jubel der 4800 Göppinger Fans erstmals eingewechselt.

"Es war einfach unbeschreiblich", erzählt Fontaine, "schon am Freitag hat es gekribbelt bei mir. Als ich dann schon in der ersten Halbzeit reinkam, war das ein richtig, richtig gutes Gefühl. Das i-Tüpfelchen war dann noch mein Tor. Das war sehr wichtig", schwärmt er. Erst einen Tag vor der Partie gegen die abstiegsgefährdeten Ostwestfalen stand fest, dass Fontaine nach seiner langen Leidenszeit wieder im Kader steht. Nachdem der Saarländer die ganze Woche über voll mit der Mannschaft trainiert hatte, gab Andersson grünes Licht.

"Dass ich in den letzten vier Saisonspielen mitwirken kann, hätte ich eigentlich nicht mehr gedacht", bekennt Fontaine, der neben seinem Job als Frisch-Auf-Profi auch zehn Stunden pro Woche bei der Bereitschaftspolizei im Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen arbeitet. "Es gab Momente, in denen ich angefangen habe, zu zweifeln", bekennt der Rückraumakteur, "doch im Verlauf der Reha in Donaustauf kam der Tag, an dem ich gemerkt habe, dass es besser wird."

Auch Trainer Andersson zeigte sich nach der Partie gegen die harmlosen Gäste erleichtert, dass Fontaine wieder spielen kann. Der Schwede, der normalerweise nicht dafür bekannt ist, dass er einzelne Akteure heraushebt, lobte nach der Begegnung ausdrücklich seinen Torhüter Nikola Marinovic, der bereits in der Schlussphase der ersten Hälfte mit starken Paraden dazu beigetragen hatte, dass die Göppinger sich auf drei Tore absetzen konnten. Im zweiten Durchgang baute Frisch Auf gegen zunehmend verunsichertere Gäste seine Führung bis zum Kempatrick-Tor von Beljanski auf zwölf Tore aus. Dass die Gäste, bei denen der ehemalige Göppinger Maximilian Schubert nach einem Foul des starken Felix Lobedank wegen einer Schulterverletzung schon nach sechs Minuten das Feld verlassen musste, in der Schlussphase noch auf acht Tore bis zum 27:19-Endstand herankamen, störte die wenigsten. Zu groß war die Freude über den überzeugenden Sieg und das Comeback von Daniel Fontaine.

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