Bessere Qualität setzt sich am Ende durch

Im Lautertalderby der Handball-Württembergliga zwischen der SG Lauter und der SG Lauterstein in der voll besetzten Lautertalhalle konnte der Gastgeber dem Favoriten nicht Paroli bieten und verlor mit 30:35.

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Ab Mitte der ersten Hälfte standen die Spieler der SG Lauter, am Ball Andreas Schuster, im Derby gegen Lauterstein auf verlorenem Posten. Foto: Schwabenpress

Es war ein besonderer Abend in Donzdorf: Während die vielen närrischen Veranstaltungsorte am Gombiger Donnerstag fast schon traditionell aus allen Nähten platzten, boten sich die beiden Lautertalvereine SG Lauter und SG Lauterstein ein Derby um den Auf- und Abstieg in der Handball-Württembergliga. In der Fasnetshochburg Donzdorf ließ es sich Prinz Stoffi I. nicht nehmen, dieses besondere Spiel zu eröffnen.

Freudensprünge dürfte das Herz des Narrenregenten lediglich in der Anfangsphase gemacht haben. Die SG Lauter startete mit zwei schnellen Würfen aus dem Rückraum mit 2:0 in diese Partie. Bis zur zwölften Minute (7:8) blieb das Derby noch ausgeglichen, danach setzten sich mehr und mehr die Qualitäten der Lautersteiner durch. Der Gastgeber mühte sich zwar, versuchte im Angriff aber zu viel über Einzelaktionen. Gegen die gut gestaffelte 3:2:1-Abwehr des Tabellenzweiten rieb sich der Außenseiter damit auf. Auf der Gegenseite spielte die SG Lauterstein deutlich flüssiger und kam gegen eine nicht immer optimal postierte Heimabwehr zu leichteren Toren.

Der Favorit baute die Führung konsequent aus, in der 19. Minute erzielte Nägele die erste Fünf-Tore-Führung zum 14:9. Das Team von Trainer Lars-Hendrik Walther hielt seine Leistung konstant, der Gastgeber leistete sich erneut zu viele Fehler. Gegen eines der Topteams der Liga rächte sich dies zum 10:17 in der 25. Minute. Zur Halbzeitpause schloss die SG Lauter dann zumindest wieder auf fünf Tore auf (15:20).

In den zweiten 30 Minuten zeigte sich den vielen Zuschauern das gleiche Bild: Die SG Lauter blieb zwar bemüht, scheiterte aber zu oft an der Lautersteiner Defensive mit ihrem Torhüter Marius Nagel. Die Gäste setzten mit ihrem Konterspiel ihre gefährlichste Waffe im Gegenzug ein. Sechs schnelle Gegenstöße brachten der SG Lauterstein bis zur 46. Minute wieder einen Sieben-Tore-Vorsprung (22:29).

Die inzwischen zehn Minuten ohne Torerfolg agierende SG Lauter musste zwei Minuten später dann mit dem 22:32 den höchsten Rückstand hinnehmen. Das Spiel drohte dem Gastgeber komplett zu entgleiten, das Derby zu einem Desaster zu werden. Doch mit einer inzwischen umgestellten Abwehr und mehr Zug zum Tor im Angriff brachte sich das Team von Trainer Ralf Riethmüller wieder zurück. Gegen die etwas nachlassenden Lautersteiner schloss die SG Lauter mit vier Treffern in Folge zum 28:32 auf. Am Ende blieb es dann wie in der ersten Halbzeit bei einem Unterschied von fünf Toren, der die Kräfteverhältnisse in diesem Derby widerspiegelte. Lauterstein hält sich mit dem verdienten 35:30-Sieg weiter auf Aufstiegskurs, bei der SG Lauter dagegen dürften die Abstiegssorgen nicht weniger werden.

SG Lauter: Lehrmann, Trünkle; E. Huber, Fröhlich (7/2), Schäfer (4), Ambrosch (1), Schuster (6), F. Huber (1), Villforth (4), Hommel (4), Salja (3/1), Fetzer.

SG Lauterstein: Mar. Nagel, Mat. Nagel; C. Stuber (5), Lackinger (4), M. Stuber (3), Maichel (4), Distel (1), S. Nägele (5), Köller (2), J. Nägele (11/6), Thrun (1), Schnepf.

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