Außenseiter Heiningen

Während in den Faschingshochburgen der Bär steppt, fliegt in der Heininger Voralbhalle der Ball. Am morgigen Samstag um bereits 16 Uhr erwartet Oberligist TSV Heiningen die SG Kronau/Östringen II.

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Da die Gäste aus dem Badischen, im Handballjargon die Reserve des Bundesligisten Rhein-Neckar-Löwen, Tabellenzweiter sind, ist es vorstellbar, dass den Heiningern trotz Heimvorteils die Bälle öfters als gewünscht um die Ohren fliegen. Da die morgigen Gäste das Hinspiel mit 38:17 klar für sich entschieden, heißt es für den TSV, einen ziemlich steilen Pfad bis zur eventuellen Überraschung zu bewältigen. Klar ist: Der Gast hat eindeutig die Favoritenrolle inne. Ob dies auf dem Parkett erkennbar wird, hängt vom Auftritt der Heininger ab, die in Sachen Abstiegskampf in Zugzwang sind.

So gesehen steht dem krassen Außenseiter morgen praktisch die leichteste Aufgabe seit Wochen ins Haus, gibt es doch gegen den vermutlichen Drittliga-Aufsteiger eigentlich nichts zu verlieren. Auch morgen Nachmittag werden die Karten in der Voralbhalle neu gemischt, wobei Kronau/Östringen in letzter Zeit auswärts etwas anfällig war, wie die klare Niederlage in Schmiden und ein glückliches Remis in Altensteig belegen.

Allerdings kommen die Badener mit einem klaren 39:26-Sieg im Topspiel gegen Pforzheim/Eutingen an den Heubach, während der TSV immer noch, aber hoffentlich nicht zu belastend, an seiner 19:28-Pleite beim zweiten Pforzheimer Vertreter zu knabbern hat. Trotzdem sieht Co-Trainer Andreas Fuß, der in dieser Woche die Übungseinheiten für den beim Skifahren weilenden Tobias Hafner leitete, die Heininger nicht von vornherein chancenlos. Um Zählbars zu ergattern, ist auf jeden Fall eine deutliche Steigerung im Angriffsspiel mehr als dringend vonnöten.

Hierzu müssen die Heininger Angreifer zunächst einmal ihr Visier besser einstellen und zum anderen im Spiel Mann gegen Mann dorthin gehen, wo es eben weh tut, wie es immer wieder so schön heißt. Sollten die Aktionen in der Offensive gelingen, würde zugleich der Östringer Spielaufbau, der oft auf Gegenstößen basiert, die den Staren im Hinspiel das Genick brachen, gebremst werden. Zudem muss das Rückzugverhalten beim TSV möglichst perfekt funktionieren, zeigte sich doch die TSV-Defensive, sobald sie komplett steht, auch in der Vorwoche als starkes Rückgrat der Mannschaft.

Mit Blick aufs Personal kann Heiningen, abgesehen von diversen Zipperlein, auf den gesamten Kader zurückgreifen, wobei morgen vermutlich Leihspieler Marcel Planitz als zusätzliche Verstärkung auflaufen wird. Als Mutmacher vor der schwer lösbaren Aufgabe könnte den Heiningern ein kleiner moralischer Erfolg unter der Woche dienen. In einem kurzfristig angesetzten Testspiel besiegte der TSV am Dienstag die Polizeiauswahl Baden-Württembergs, in der mehrere Akteure von anderen Oberligavereinen standen, knapp mit 30:29.

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