Aufsteiger besonderer Art

Nach der Heimspielpremiere gegen Oldenburg reisen die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf heute ins Ruhrgebiet. Um 19.30 Uhr gastieren sie in der Dortmunder Sporthalle Wellinghofen bei der Borussia.

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Die Abwehr der Frisch-Auf-Handballerinnen ist heute bei Aufsteiger Dortmund gefordert.  Foto: 

Für gemeinhin fährt ein etablierter Bundesligist als Favorit zu einem Liganeuling. Zudem, wenn der Aufsteiger als Zweitliga-Vizemeister erst im Endspurt den Sprung ins Oberhaus geschafft hat. Doch für die Göppinger Handballerinnen wird diese Regel heute nicht gelten, denn die Borussia aus Dortmund ist kein normaler Aufsteiger. Wenn Ildiko Barna vom Ziel Klassenerhalt spricht und mit den Plätzen sechs bis acht liebäugelt, schwingt gehöriges Understatement in den Worten der BVB-Trainerin mit, während Ex-Bundestrainer Heine Jensen mit seiner Einschätzung in einem Fachmagazin richtig liegen dürfte. Er stuft die Gelb-Schwarzen als Kandidaten für die europäischen Plätze ein.

Dieser vertraut neben den Kräften, die den Aufstieg erreichten, auf namhafte Neuzugänge. So holte sich Barna mit Nadja Nadgornaja immense Wurfgewalt für den Rückraum. Die 26-jährige Nationalspielerin zeigte dies gleich und traf beim 26:22-Auftaktsieg in Celle acht Mal. Für eine stabile Defensive wird dagegen Anne Müller sorgen. Die Auswahlspielerin kam vom HC Leipzig zur Borussia. Dann holte sich Dortmund noch mit Clara Woltering eine der weltbesten Torhüterinnen, die sich vergangene Saison mit Buducnost Podgorica den Sieg in der Champions-League errang und zur besten Spielerin des Endturniers gewählt wurde.

Stellt sich die Frage, wie ein Neuling solche Transfers stemmen kann? Die Antwort liegt im Gesamtgebilde BVB. Präsident Rainer Rauball hat sein Herz für den Frauenhandball entdeckt und mit den Fußballern im Rücken, kann in Dortmund zwar nicht ausufernd, aber ohne wirtschaftliches Risiko gehaushaltet werden.

Entsprechend fällt auch die Einschätzung von Aleksandar Knezevic aus. "Dortmund hat ein starkes Team mit sehr viel internationaler Erfahrung. Zudem kann auf den eingespielten Stamm der Aufstiegssaison zurückgegriffen werden", analysiert der Frisch-Auf-Trainer den Gegner. Der Blick in die eigenen Reihen fällt für ihn aber ebenfalls positiv aus. Bis auf die Verletzung von Iris Guberinic, die wohl sechs Wochen pausieren muss, stehen dem Coach alle Spielerinnen zur Verfügung. Mit dem Wissen, dass man mit Oldenburg einen der Favoriten ärgern konnte und über weite Strecken des Spiels auf Augenhöhe agierte, gibt Knezevic die Losung für den ersten Auswärtsauftritt der Saison aus: "Wir werden versuchen, dort zu gewinnen, auch wenn es sehr schwer wird." Besonders Anika Leppert würde dies freuen, schließlich begann die Bundesligakarriere der Göppinger Spielführerin bei der Borussia in Dortmund.

Maja Zrnec als Verstärkung

Neuzugang Nur wenige Tage nach dem Bänderriss im Sprunggelenk von Iris Guberinic, die mehrere Wochen ausfällt, haben die Frisch-Auf-Handballerinnen die Lücke geschlossen. Die Reaktionszeit von Trainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic war kurz. Am Donnerstag konnte er mit Maja Zrnec aus Ljubljana eine neue Spielerin im Kreis der Mannschaft begrüßen. Die Slowenin trifft mit Ana Petrinja, Lina Krhlikar und Iris Guberinic gleich auf drei Kolleginnen aus der Nationalmannschaft. Maja Zrnec ist 27 Jahre alt, Rechtshänderin und hat ihre Stammposition auf dem linken Flügel. Zrnec wird bereits heute in Dortmund auflaufen, da die nötigen Formalitäten schnell erledigt werden konnten.

HR

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