Atlantikküste schon vor Augen

Heute besteht letztmals die Chance, die Frisch-Auf-Handballer in dieser Saison im Europapokal in eigener Halle zu sehen. Bei einem Sieg über RK Maribor wartet das Final-Four-Turnier im französischen Nantes.

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Zarko Markovic und Michael Haaß stimmen sich aufs Spiel ein. Beide sind rechtzeitig fit geworden für heute Abend. Foto: Peter Poller

Die Ausgangslage ist klar: Nach dem 26:26-Unentschieden vorige Woche im slowenischen Maribor reist der Sieger des heutigen Rückspiels im Viertelfinale des EHF-Pokals (Anpfiff um 19.30 Uhr in der EWS-Arena) zum erstmalig angesetzten Final Four, das am Pfingstwochenende 18./19. Mai beim HBC Nantes nahe der französischen Atlantikküste stattfindet.

Steht es heute Abend nach 60 Minuten unentschieden und es fielen weniger als 26 Tore auf beiden Seiten, ist Titelverteidiger Frisch Auf weiter, treffen beide Teams öfters, reist Maribor nach Nantes. Steht es beim Abpfiff 26:26, entscheidet ein sofortiges Siebenmeterschießen.

So weit will es Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic nicht kommen lassen. Der Trainer kann heute außer dem Langzeitverletzten Mitar Markez auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, auch die zuletzt angeschlagenen Michael Haaß und Zarko Markovic. Er hat mit seinen Spielern das Hinspiel und insbesondere "unsere schlechte zweite Hälfte" aufgearbeitet.

"Wir müssen Gas geben und uns steigern, aber wir möchten vor voller Halle und mit der Unterstützung unserer Fans den Einzug ins Final Four schaffen. Wir werden Mittel finden, um Maribor zu stoppen", verspricht Petkovic und gibt sich kämpferisch und optimistisch zugleich. Dabei könne es sein, dass er auch mal das Spielsystem ändere: "Es ist nicht immer produktiv, nur schnell zu spielen. Auch die Kontrolle von Ball und Spiel ist wichtig."

Gleichzeitig warnt der Göppinger Übungsleiter einmal mehr vor dem schnellen Spiel der gut ausgebildeten, jungen Gästemannschaft, die gestern mit dem Bus anreiste, nachdem sie sich noch am Mittwoch in der heimischen Liga beim 22:22 mit Celje die Punkte geteilt hatte und in der Meisterschaft aktuell den dritten Platz mit einem Punkt vor Cimos Koper einnimmt.

Währenddessen hatten die Göppinger Akteure eine komplette Woche Zeit, um sich auf dieses Viertelfinal-Rückspiel einzustellen. Die nächste Aufgabe in der Bundesliga steht für den Tabellenneunten erst am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in der EWS-Arena gegen Melsungen an. Nicht umsonst ist Frisch Auf stark fokussiert auf die heutige Begegnung. "Mit dem Sieg über Maribor hätten wir unser Saisonziel im EHF-Pokal, den Einzug in das Final Four, erreicht", erklärt Geschäftsführer Gerd Hofele und betont, "dass dieser Wettbewerb durch das Zusammenlegen von EHF-Pokal und dem Europapokal der Pokalsieger nochmals schwerer geworden ist." Deshalb wäre für den Manager ein Weiterkommen am heutigen Abend "ein großer Erfolg, aber dann wollen wir natürlich mehr".

Dies würde sich dann aber im französischen Nantes abspielen, wohin die Europäische Handball-Föderation dieses erste Final Four im EHF-Pokal vergeben hat. Frisch Auf hätte im Falle der Qualifikation kein Heimspiel im Halbfinale oder gar im Endspiel - in den vergangenen beiden Jahren waren das große Feste in der EWS-Arena. "Was wir da in den letzten zwei Jahren erlebt haben, bleibt dir ein Leben lang in Erinnerung", bedauert nicht nur Petkovic den neuen Modus. Zunächst steht ohnehin erst das Viertelfinale an.

Info Die Abendkasse der EWS-Arena ist heute ab 17.30 Uhr geöffnet.

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