Anderssons erster großer Coup

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Da ist das Ding: Manuel Späth (links) und „Mimi“ Kraus freuen sich über den Gewinn des EHF-Pokals. Foto: Peter Poller  Foto: 

Als Spieler hat Magnus Andersson fast alles erreicht, was man erreichen kann: Mit der schwedischen Nationalmannschaft wurde der Regisseur zwei Mal Welt- und drei Mal Europameister. Außerdem holte er sich drei Silbermedaillen bei Olympischen Spielen. Als Trainer war dem 50-Jährigen der ganz große Erfolg bislang nicht vergönnt. Das änderte sich in diesem Jahr: Mit Frisch Auf Göppingen gewann er am Pfingstwochenende den EHF-Pokal.

Nach einer furiosen Aufholjagd setzten sich die Göppinger, die zuvor bereits 1960, 1962, 2011 und 2012 den Europapokal gewonnen hatten, im Halbfinale beim Endrundenturnier im französischen Nantes mit 28:25 (9:14) gegen Chambéry HB durch. Nachdem Frisch Auf auch im Finale gegen Gastgeber HBC Nantes mit 32:26 (13:10) die Oberhand behalten hatte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

„Ich bin einfach überglücklich. das war ein perfekter Abschluss“, freute sich Spielmacher „Mimi“ Kraus, der die Göppinger am Saisonende Richtung TVB Stuttgart verließ. „Das war heute eine hervorragende Leistung von Beginn an“, freute sich Kapitän Manuel Späth, der Kraus im Sommer 2017 in die Landeshauptstadt folgt. Bereits Minuten vor dem Ende des Finals hüpften die Göppinger Spieler an der Seitenlinie um die Wette, klatschten sich ab und ballten bei jedem Tor die Fäuste Richtung Fans.

Nach Spielende brachen alle Dämme. Spieler und Betreuer rannten zum Mittelkreis, umarmten sich und sprangen anschließend den Anhängern entgegen. Nur einer blieb cool: Trainer Andersson. Der ehemalige Weltklassespieler verfolgte das Geschehen aus sicherer Entfernung. „Natürlich freue ich mich. Aber das ist eben meine Mentalität. Für den Verein ist dieser Titel unheimlich wichtig“, stellte der Schwede fest, dessen Mannschaft ihm zwei Tage vor seinem 50. Geburtstag das schönste Geschenk machte.

Hatten die Grün-Weißen auf dem Feld gegen die Gastgeber schon ein sportliches Feuerwerk gezündet, begleitete das Team auf dem Weg zum Siegertreppchen eine weitere – und diesmal echte – pyrotechnische Einlage. Wie bei den beiden vorherigen Pokalsiegen 2011 und 2012 prasselte bei der Siegerehrung ein goldener Konfettiregen auf Mannschaft und Betreuer hernieder – die Göppinger waren nach 60 starken Minuten im Goldrausch. Kapitän Späth durfte als Erster den EHF-Pokal in die Höhe recken. Reihum wanderte die Trophäe von einem zum anderen, ehe das Bad in der Menge folgte.

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