"Ein schöner, netter Haufen"

Drei Jahre nach ihrer Gründung hat die HSG Winzingen/Wißgoldingen den Aufstieg in die Handball-Württembergliga geschafft. Mit einer Mischung aus Jung und Alt will der Klub versuchen, die Klasse zu halten.

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Einer der Erfolgsgaranten: Mit 171 Toren war Max Dangelmaier bester Torschütze von Württembergliga-Aufsteiger HSG Winzingen/Wißgoldingen.  Foto: 

Erstmals in ihrer jungen Geschichte holten die Handballer der HSG Winzingen/Wißgoldingen das Double aus Bezirkspokal und Landesliga-Meisterschaft. Im Pokalwettbewerb war die Mannschaft von Trainer Marc Neher und Co-Trainer Benjamin Heilig das Feiern schon gewohnt, schließlich war es der dritte Pokalsieg im dritten Jahr ihres Bestehens. Doch das i-Tüpfelchen für die erfolgsverwöhnte HSG war der Gewinn der Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Württembergliga.

"Der Aufstieg war nicht geplant, aber unser Ziel war es schon, besser zu sein als in der vergangenen Saison", sagt Trainer Neher. Nach der ersten Saison, die die neu gegründete HSG im Tabellen-Mittelfeld beendet hatte, belegte sie in der vergangenen Spielzeit Platz drei und verpasste nur um einen Punkt die Teilnahme an der Relegation. In dieser Saison machten die HSGler ihr Meisterstück am vorletzten Spieltag beim 34:25-Auswärtssieg über Frisch Auf Göppingen II in der EWS-Arena perfekt. "Die großen Schritte zum Aufstieg in die Württembergliga haben wir aber mit den Heimsiegen gegen Steinheim und Bad Saulgau gemacht", erklärt Abteilungsleiter Ulf Brühl.

Dabei strömten die Fans in Scharen in die Donzdorfer Lautertalhalle, wo die HSG ihre Heimspiele austrägt: Beim 31:27-Sieg gegen den TV Steinheim kamen 800 Zuschauer; den 29:27-Erfolg gegen den TSV Bad Saulgau wollten sogar knapp 1000 Anhänger sehen. Im Schnitt pilgerten 400 bis 500 Zuschauer in die Lautertalhalle.

"Wir sind ein Team, in dem sich alle grün sind. Das gilt auch für das Umfeld. Wir sind ein schöner, netter Haufen", sagt Abteilungsleiter Brühl. "Das Mannschaftsgefüge stimmt. Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt", ergänzt Trainer Neher.

Eigentlich hatten der TV Winzingen und der TV Wißgoldingen schon vor Jahren geplant, enger zusammenzuarbeiten. Doch dies scheiterte zunächst an der finanziellen Situation der Wißgoldinger, berichtet Brühl. Als es vor drei Jahren besser um die Finanzen stand, wurde die HSG aus der Taufe gehoben, die die Landesliga-Zugehörigkeit vom TV Winzingen übernahm. Ausschlaggebend für die Gründung waren der demographische Wandel und die Nachwuchsprobleme bei beiden Klubs.

Diese sind nach drei Jahren längst vergessen: Mittlerweile spielen zehn Jugendmannschaften, zwei Minigruppen, vier aktive Männermannschaften und zwei Frauenteams für die Handball-Spielgemeinschaft, sagt Brühl.

In der nächsten Saison peilt die HSG den Klassenerhalt in der Württembergliga an. Neher: "Wenn wir uns als Mannschaft weiter so entwickeln, können wir das schaffen. Aber es wird auch Rückschläge geben. Doch wenn wir von größeren Verletzungen verschont bleiben, glaube ich an den Klassenerhalt."

Info Am Sonntag, 7. Juni, bestreitet die HSG Winzingen/Wißgoldingen

in der Donzdorfer Lautertalhalle ein Testspiel gegen Bundesligist Frisch Auf Göppingen. Beginn 17 Uhr.

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