Zittersieg ohne jeden Anspruch auf Ruhm FSG besiegt Schlusslicht mühevoll 31:27

Beim 31:27 gegen Schlusslicht TSG Giengen haben sich die Landesliga-Handballerinnen der FSG Donzdorf/Geislingen nicht mit Ruhm bekleckert.

Beim 31:27 gegen Giengen sahen die Fans nur passable 15 Minuten, in den restlichen 45 lieferte die FSG nur biedere Hausmannskost, die den Tabellenletzten kurz vor Schluss sogar vom Punktgewinn träumen ließ. Der Tabellenvierte FSG wird die Spitze nicht mehr gefährden, Giengen muss sich allmählich mit dem Abstieg anfreunden.

Die Partie begann mäßig, bis zum 4:4 (10.) leisteten sich beide Teams viele technische Fehler. Die Brenztälerinnen schienen von der Tabellensituation völlig unbeeindruckt und blieben auch in den folgenden Minuten ebenbürtig. Nur Torhüterin Selma Julevic verhinderte einen Rückstand, sie hielt die FSG mit glänzenden Paraden im Spiel. Ihre Vorderleute wachten ab der 17. Minute endlich auf, plötzlich spielte die FSG wie aus einem Guss. Die Abwehr verbesserte ihr Engagement deutlich und im Angriff lief der Ball wie am Schnürchen. Tor um Tor legten die Gastgeberinnen vor und gingen mit einem deutlichen 15:7-Vorsprung in die Kabine.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte waren ein Spiegelbild der ersten. Die beste FSG-Spielerin Julia Munz legte immer wieder aus dem Rückraum vor, aber Giengen verkürzte postwendend durch die immer stärker aufspielende Katrin Renelt. Danach schienen die Gastgeberinnen das Ergebnis nur noch verwalten zu wollen. Sie warfen entweder viel zu schnell oder völlig unkonzentriert von dem Nahwurf, und ohne dass sich jemand irgendwelche Sorgen machte. Renelt und in der zweiten Hälfte Yvonne Lindner bestraften diese Einstellung fast bei jedem Gegenangriff, beim 23:20 (47.) war Giengen wieder dran. Nena Schurr und Claudia Klein stellten den Fünftore-Vorsprung wieder her, ohne dass Donzdorf/Geislingen mehr Sicherheit gab. Die Gäste verkürzten erneut auf 26:23 und die FSG rettete den Vorsprung mehr schlecht als recht über die Zeit.

FSG: Julevic, Schmid - Hoffer (5), Thierer (4), Schurr (3), Klein (1), Pfeifer (1), Munz (9/2), Hommel (1), Heilig (4), Häußler (3).


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Autor: JOCHEN SCHREITMÜLLER | 07.02.2012

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