Hofele kündigt Entscheidungen an

Zeitnahe Entscheidungen kündigte Frisch-Auf-Manager Gerd Hofele gestern in Personalfragen für die neue Saison an. Drei Positionen sind vakant.

Wird der serbische Vize-Europameister Bojan Beljanski Nachfolger von Frisch-Auf-Kreisläufer und Abwehrchef Dalibor Anusic, der am Saisonende dem Profihandball ade sagt? Die Gerüchte verdichten sich, dass der 25-jährige Nationalspieler, seit Saisonbeginn in Diensten des Schweizer Erstligisten HC Kriens-Luzern, in der kommenden Bundesligarunde das grün-weiße Trikot tragen könnte - zumal sich seine Vertragssituation entgegen erster Auskünfte zugunsten der Göppinger geklärt hat: Der als abwehrstark geltende Beljanski hat einen Kontrakt nur für die laufende Saison mit der Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr, er könnte die Schweizer also im Sommer ablösefrei verlassen.

Einen Anruf der NWZ beendete Beljanski gestern schnell, indem er Auskünften zu seiner Situation durch Auflegen auswich. Luzerns Geschäftsführer Nick Christen wollte von einer offiziellen Anfrage aus dem Schwäbischen nichts wissen, hatte aber schon während seines Besuches der Handball-EM in Serbien gestanden: "Mir ist bewusst, dass es Interessenten für Beljanski gibt." Der Spieler selbst hat dieser Tage gegenüber Schweizer Journalisten auf Nachfragen zu seiner Zukunft zwar ebenfalls geschwiegen, aber gleichzeitig vielsagend geschmunzelt.

Frisch-Auf-Manager Gerd Hofele wollte gestern den Namen Beljanski nicht konkret kommentieren, hielt aber fest, dass das Personalpuzzle steht und der Traditionsverein in den nächsten Tagen Fakten bekanntgeben könne. "Intern sind wir weit vorangeschritten", so Hofeles Signal in Sachen Vertragsverhandlungen. Aus dem bestehenden Kader ist momentan noch die Zukunft von Drasko Mrvaljevic und Michael Thiede offen, beide Kontrakte laufen am Saisonende aus.

Neben diesen noch zu klärenden drei Personalien am Kreis, auf Rückraummitte und Rückraum rechts beschäftigen den Frisch-Auf-Geschäftsführer auch die Verhandlungen mit Hauptsponsor ENBW. Der Vertrag mit dem Energiekonzern endet ebenfalls im Sommer. In dieser Angelegenheit gibt sich Hofele besonders wortkarg: "Hier gibt es nichts zu kommunizieren."

Stattdessen blickt er lieber aufs sportliche Geschehen. "Wegen der Niederlage in Wetzlar stecken wir jetzt nicht den Kopf in den Sand, Wir wollen im Europapokal weiterkommen", setzt Hofele Prioritäten.


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Autor: HARALD BETZ | 10.02.2012

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