Es geht auch ohne Brillanz

Nach teilweise brillanten Vorstellungen der Vorwochen lieferten die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen eine mäßige Darbietung. Die reichte zum 25:23-Arbeitssieg gegen den Vorletzten HC Lustenau.

Die KuGi-Handballer schleppten sich zum mühsamen Heimsieg. Nach gutem Beginn waren sie acht Minuten lang völlig von der Rolle. Die Gäste übernahmen plötzlich das Kommando in der gut gefüllten Gingener Hohensteinhalle. Nur durch ihre Moral und ihren Kampfgeist kam die SG mit einem blauen Auge davon.

Kuchen-Gingen legte durch Treffer von Nico Schraml, Cetin Pozan und Sebastian Steck eine 3.1-Führung vor (5.). Alles schien nach Plan zu laufen. Doch plötzlich übernahm Lustenau das Ruder. Bedingt durch viele technische Fehler der SG und gute Paraden ihres Torwarts drehten die Vorarlberger die Begegnung binnen acht Minuten zum 3:7 (13.).

Erst jetzt wachten die Gastgeber wieder auf und hielten dagegen. Pozan mit drei Toren und Schraml ließen das Ergebnis bis zur 20. Minute (7:8) freundlicher aussehen. Markus Henning, Volker Kissling und Benjamin Heikamp warfen die SG nach dem 7:9 mit 10:9 in Führung und es keimte Hoffnung auf, dass die Mannschaft an ihre zuletzt hervorragenden Leistungen anknüpft. Boris Ambrosch, der trotz einer Fußverletzung auflief, gelang mit dem 12:10 sein einziger Treffer. Symptomatisch für das Spiel, in dem bei der SG KuGi in Abwehr und Angriff wenig zusammenlief, war das Gegentor zum 12:11 mit dem Halbzeitpfiff.

Lustenau kam wesentlich besser aus der Kabine, glich schnell zum 12:12 aus und legte viermal eine knappe Führung vor - letztmals in der 40. Minute zum 15:16. Mit fünf Toren in Folge zum 20:16 warf die SG Kuchen-Gingen den Vorsprung heraus, von dem sie bis zum Schlusspfiff zehrte. Der HC Lustenau war zwar als Tabellenvorletzter angereist, hat Spiele aber immer nur knapp verloren und wies mit minus 27 die beste Tordifferenz aller Teams von Platz sieben abwärts aus. Die Gäste ließen auch in der Hohensteinhalle nie locker und verkürzten auf 20:18 (46.).

Der Mann der letzten 14 Minuten heißt Dennis Brentrup. Durch seinen unermüdlichen Einsatz schleppte er seine Kameraden letztlich auf die Siegerstraße. Nur unterbrochen durch den verwandelten Strafwurf von Klaus Plettinger (22:19) gelangen ihm vier der letzten fünf Treffer seiner Mannschaft. Mit der Herausnahme des Torwarts zugunsten eines siebten Feldspielers griffen die Vorarlberger zum letzten Mittel, um das Spiel doch noch zu drehen (56). SG-Keeper Bernd Frey hielt aber beim 22.21 seinen wohl wichtigsten Ball. Brentrup erkämpfte sich am Kreis die Bälle, traf von der Außenposition zum 23:21, 24:21 und zum 25:23-Endstand.

SG Kuchen-Gingen: Frey, Elischer - Pozan (6), Brentrup (5), Henning (4/3), Steck (3), Schraml (2), Heikamp (2), Ambrosch (1), Kissling (1), Plettinger (1/1), Hagmann, Mauro.


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Autor: GÜNTER ELISCHER | 07.02.2012

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