Bayerisches Duell um einen Bundesligaplatz

München.  Zweitligist FC Augsburg und der 1. FC Nürnberg werden in zwei Partien um den letzten freien Platz in der Fußball-Bundesliga spielen.

Sektfontänen, Bierduschen und Freudentränen - es war ein feucht-fröhliches Saisonfinale der Zweiten Fußball-Bundesliga. In Kaiserslautern war gestern der Teufel los, als FCK-Legende Horst Eckel Kapitän Martin Amedick die Meisterschale überreichte. "Jetzt lassen wir die Stadt brennen", sagte der strahlende FCK-Trainer Marco Kurz. Die Pfälzer und St. Pauli sind zurück in der Bundesliga.

Am Bornheimer Hang feierten die erleichterten FSV-Fans das Happy End einer Zittersaison. Mit dem 1:1 gegen Absteiger TuS Koblenz sicherte sich Frankfurt den Klassenverbleib und schickte Hansa Rostock in die Verlängerung. Nach dem 1:3 bei Fortuna Düsseldorf kämpft der Ostsee-Club in der Relegation am 14. und 17. Mai gegen den FC Ingolstadt gegen den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte in die 3. Liga. Die Partie wurde überschattet von Ausschreitungen Rostocker Fans. Fifa-Schiedsrichter Wolfgang Stark musste die Begegnung zweimal unterbrechen und pfiff schließlich einige Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit ab. Bereits nach sechs Minuten drohte der Abbruch, weil aus dem Rostocker Fanblock mehrere Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geworfen wurden. Hansa-Torwart Alexander Walke wurde von einem Feuerwerkskörper getroffen und musste behandelt werden. Kurz vor Ende explodierte in unmittelbarer Nähe des Assistenten ein Feuerwerkskörper.

Nachsitzen muss/darf auch der FC Augsburg. Der Tabellendritte aus Schwaben kann sich in den Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg am Donnerstag und Sonntag nachträglich erstmals für die Bundesliga qualifizieren. Beim 1:1 präsentierte sich selbst die zweite Garnitur von Trainer Luhukay vor 50 000 Zuschauern in Erstligaform.

Die Augsburger haben verhalten auf ihren Relegationsgegner 1. FC Nürnberg reagiert. Während Trainer Jos Luhukay den 1:0-Erfolg des Bundesliga-16. aus Franken gegen den 1. FC Köln live im Stadion verfolgt hatte, schauten sich die Spieler die Partie am Samstag gemeinsam am Fernseher an. Seine Mannschaft habe "gelassen" darauf reagiert, dass ein rein bayerisches Kräftemessen über den letzten freien Platz in der Bundesliga entscheidet, sagte Luhukay. dpa/sid


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10.05.2010

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