Zwölf Jahre sind genug: Westerheim will endlich wieder den GZ-Pokal

Am Mittwochabend greifen FTSV Kuchen und SV Westerheim nach dem GZ-Pokal. Im Endspiel um 18.30 Uhr in Deggingen startet Kuchen als Favorit.

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Diese Bilder aus dem Finale 2014 wollen die Westerheimer Abend korrigieren: Rechts kauert der traurige Max Rieck auf dem Boden, links lächelt Kuchens Torwart Martin Raschke mit dem Pokal in der Hand.  Foto: 

Rekordsieger Kuchen will seinen siebten Titel, der SV Westerheim seinen vierten. Für den Alb-Ligisten wäre es auch mal wieder Zeit. Der letzte Triumph datiert aus dem Jahr 2004, da hatte gerade Horst Köhler als frisch vereidigter Bundespräsident die Amtsgeschäfte von Johannes Rau übernommen. Wie man nach zwölf Jahren Abstinenz zurückkommt, hat der Finalgegner vorgemacht.

Auch der FTSV hatte eine lange Durststrecke hinter sich. Zwischen dem vierten und dem fünften Titel lagen qualvolle zwölf Jahre. Nachdem der Bann 2013 gebrochen war, folgte ein Jahr später gleich der nächste Triumph – im Finale gegen Westerheim. Nach einem Jahr Pause sind die Kuchener wieder heiß und haben das im Halbfinale demonstriert. Dort schossen sie Gastgeber TV Deggingen I mit 5:0 vom Platz und haben erstmals gezeigt, „dass sie das Ding gewinnen wollen“, freute sich Trainer Martin Braunmiller. Den imponierenden Auftritt der Seinen am Montag wertet Braunmiller daher als „Zeichen Richtung Finale“ und gleichzeitig auch für den Ligastart, der die Kuchener am ersten Spieltag gleich wieder nach Deggingen führt.

In Westerheim haben sie das Zeichen deutlich wahrgenommen. Beim 3:1 gegen die zweite Mannschaft hat der SVW im Halbfinale bereits Bekanntschaft mit Kuchener Fußball gemacht, im Finale wartet „nochmals ein ganz anderes Kaliber“, schwant Trainer Frank Klingler. Sein Team tat sich am Montag enorm schwer, der ansonsten eher kritische Coach will die Seinen aber wegen der 90 Minuten Bezirkspokal vom Vortag in den Beinen dieses Mal „in Schutz nehmen“.

Westerheimer haben erst ein Gegentor kassiert

Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff kassierte der SVW im vierten Spiel sein erstes Gegentor im Turnier,  Klingler legt viel Wert auf defensive Stabilität. Da tun die Ausfälle im hinteren Bereich besonders weh. Am Mittwoch fehlen weiterhin Abwehrchef Tobias Bohnacker und Abräumer Daniel Kast, in der Vorrunde zwei der stärksten Spieler des Turniers. Torjäger Thomas Schulz ist ebenfalls nicht dabei, diese Achse dürften die Westerheimer kaum ersetzen können.

FTSV-Coach Braunmiller wirft zwölf fehlende Akteure in die Waagschale, er gebiet aber über einen qualitativ und quantitativ hochwertigen Kader, in dem er fast jeden Spieler annähernd gleichwertig ersetzen kann. Das Personal spricht eindeutig für Kuchen.

Gastgeber TV Deggingen erwartet Mittwochabend erneut zwischen 300 und 400 Zuschauer. Bislang sind die Degginger mit dem am Mühlbach Andrang vollauf zufrieden, trotz des Turniers mit den meisten Regentagen in der 23-jährigen Geschichte des GZ-Pokals kamen bislang 2340 Besucher. Die Rekordzahlen von Gosbach aus dem Jahr 2012 (3490) und aus dem Vorjahr (3400) sind ohnedies einzigartig und wahrscheinlich allenfalls vom nächsten Turnier dort zu toppen.

Der Verlierer des Finalspiels hat schon mal 400 Euro sicher, der Gewinner nimmt 650 Euro mit und darf seinen Namen als erster auf dem neuen Pokal eingraviert sehen. Im Kampf um die 125 Euro für den besten Schützen liegt der Kuchener Jannick Ruther mit fünf Treffer klar vor den Verfolgern, die es auf drei Einschüsse bringen. Da der Westerheimer Schulz fehlt, droht Ruther Gefahr nur von seinem Teamkollegen Tim Lallemand. Der Fokus liegt aber auf dem Gewinn des GZ-Pokals, über die Verteilung der individuellen Prämien werden sich die Kuchener dann schon einig.

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