Trainer sieht Licht am Ende des Tunnels

In der Landesliga beendete der TSV Bad Boll seine Durststrecke. Die Geiger-Elf möchte nun gegen Frickenhausen nachlegen.

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Bad Bolls Trainer Benjamin Geiger peilt im Heimspiel gegen den FC Frickenhausen einen Sieg an.  Foto: 

„Das sind Sechs-Punkte-Spiele“, drückt Benjamin Geiger die Wichtigkeit der Partien gegen die direkten Konkurrenten in den hinteren Tabellenregionen aus. Mit einem 3:0 bei der SG Bettringen beendete Fußball-Landesligist TSV Bad Boll zuletzt eine sieglose Durststrecke – mit dem FC Frickenhausen, der am Sonntag um 15 Uhr im Erlengarten gastiert,  und Köngen warten weitere Kontrahenten auf Augenhöhe. „Ich denke, diese Teams haben wie wir das Ziel, möglichst schnell 40 Punkte zu sammeln. In solchen Spielen kann man viel Boden gut machen, aber eben auch verlieren“, so der Boller Übungsleiter, der nach dem Erfolg zuletzt Erleichterung pur bei den Seinen ausmachte: „Da ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen, das tut einfach gut.“

In Bettringen setzte Geiger auf Altbewährtes, bis auf Defensivakteur Philipp Rapp stand kein Neuzugang in der Startformation. Doch diese Situation ist nur teilweise gewollt, wie der 37-Jährige erläutert: „Einige von den Neuen wie Umut Sat, Cagatay Ayyildiz und Gerson Damanti sind verletzt. Bei Felix Hummel hatte es taktische Gründe. Die anderen Neuen sind alle jung und brauchen noch Zeit.“ Gleichzeitig lobt Geiger: „Die ,Alten’ lieferten auch einfach gute Leistungen ab.“ In den letzten Wochen rückte Boll von seiner offensiven Spielweise ab. Diese Umstellung war das Resultat von drei Niederlagen sowie dem verletzungsbedingten Fehlen von Torjäger Daniel Zuljevic. „Wir haben eine andere taktische Ausrichtung und versuchten, defensiver zu agieren. Daraufhin stand zuletzt dreimal die Null“, freut sich Geiger über die nunmehr „bessere Balance zwischen Defensive und Offensive“ und ist mit dem Spiel nach vorne dennoch nicht unzufrieden, da sich seine Elf relativ viele Tormöglichkeiten erarbeitet.

„Wir gehen gut gerüstet in diese Phase“, sieht Geiger seine Mannschaft auf einem guten Weg für die zweite Hälfte der Vorrunde, da personell Licht am Ende des Tunnels zu erkennen sei und verletzte Akteure langsam zurückkommen, so dass Geiger mehr Alternativen zur Verfügung stehen. Gegen Bettringen feierte Haydar Öztürk, der Ende August vom SV Göppingen kam, seine Premiere im TSV-Dress: „Er hatte richtig gut trainiert und wurde jetzt erstmals eingewechselt.“

Der Landesliga-Spieltag beginnt bereits am heutigen Freitag (19 Uhr), wenn der SV Ebersbach seinen Aufwärtstrend im Heimspiel gegen Echterdingen fortsetzen möchte. „Ebersbach habe ich vorne erwartet, die fehlen oben in der Tabelle“, ist Geiger vom bisherigen Abschneiden der Strut-Elf überrascht. Ansonsten sieht sich der A-Lizenz-Inhaber in seiner Einschätzung bestätigt: „Ich hatte mit einer extrem ausgeglichenen Runde gerechnet.“

Bis auf Ebersbach führen die erwarteten Klubs das Klassement an, „ab Platz fünf oder sechs geht es gegen den Abstieg“, analysiert Geiger und sieht eine große Ausgeglichenheit zwischen den restlichen Vereinen: „Zwischen Rang fünf und 16 ist alles drin. Von den Punkten her ist kein Team wirklich abgeschlagen, alle müssen Gas geben.“ Wie eng es tabellarisch zugeht, verdeutlicht Geiger am eigenen Beispiel. Mit dem 3:0 machte sein TSV einen Sprung auf Position sieben, „mit einer Niederlage wären wir jetzt auf einem Abstiegsplatz.“

Den Platz an der Sonne hat im Moment der FC Heiningen inne, der diesen am Sonntag (Beginn um 15 Uhr) beim TSV Weil­imdorf zu verteidigen hat.

Andreas Böhringer

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