Sportverein auf der Suche nach der Leichtigkeit

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Der Einsatz von Oliver Stierle (links) ist fraglich. Foto: Eibner  Foto: 

„Es ist normal, dass so eine Phase kommt“, beschreibt Trainer Gianni Coveli die aktuelle Situation bei Fußball-Oberligist SV  Göppingen, der seit sieben Spielen auf einen Sieg wartet. Das Polster auf die Abstiegsränge ist auf vier Punkte geschrumpft, die Anfangseuphorie der harten Realität gewichen. Coveli hat schon vor Saisonbeginn vor Rückschlägen gewarnt und wiederholt nun: „Wir dürfen uns von den negativen Erlebnissen nicht runterziehen lassen. Es ist meine Aufgabe, dem entgegenzuwirken, damit meine Spieler sich nicht zu lange mit der Situation aufhalten und bald wieder aus dem Strudel rauskommen.“

Als Hauptproblem der vergangenen Wochen hat der Trainer die fehlende Leichtigkeit vor dem gegnerischen Tor ausgemacht. Die vorhandenen Chancen werden im Gegensatz zur ersten Saisonphase nicht genutzt.

„Die Spieler hadern zu viel damit, und das führt zu Fehlern, welche die Gegner ausnutzen“, erklärt Coveli und führt exem­plarisch das 0:1 im jüngsten Heimspiel gegen den SV Spielberg an. Nach passablem Beginn hat sein Team „einmal zu lange gebraucht, um sich in der Mitte richtig zu stellen, dadurch hatte der Gegner eine Überzahlsituation auf außen“, die prompt zum Gegentor führte. Zum Vorrunden-Abschluss geht es am heutigen Samstag um 14.30 Uhr zum SV Ober­achern in den Ortenaukreis. Der Vorjahres-Siebte steht aktuell in der Tabelle einen Platz vor dem Sportverein auf Rang zehn. Oberachern gehört mit sieben Unentschieden zu den Remiskönigen der bisherigen Oberliga-Saison. Die letzten beiden Spiele wurden gewonnen, davor fünf Mal die Punkte geteilt. Die Gastgeber sind folglich nicht leicht zu schlagen.

„Wir müssen schauen, dass wir mit einem Erfolgserlebnis aus dieser Phase rauskommen“, fordert Coveli trotzdem, denn das Spieljahr ist nach der Vorrunde noch nicht zu Ende. Auf dem Programm stehen noch schwere Auswärtsspiele beim FSV Bissingen und den Stuttgarter Kickers II und dazwischen ein Heimspiel gegen den Bahlinger SC. „Vielleicht tun wir uns wieder leichter in den Spielen, bei denen von uns nicht so viel erwartet wird“, hofft Coveli, „im Moment kriegen wir unsere Leistung nicht über 90 Minuten auf den Platz, aber wir machen uns nicht verrückt. Im Fußball spielt sich vieles im Kopf ab, und den müssen wir frei bekommen.“

Personell gibt es zwei Fragezeichen: Der Einsatz von Kapitän Oliver Stierle ist nach über­standener Grippe noch fraglich. Issac Houssou ist am Meniskus verletzt. Markus Munz

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