Landesliga startet in die neue Saison

In der Fußball-Landesliga starten der TSV Bad Boll, der SV Ebersbach und der FC Heiningen mit Heimspielen in die Saison. Eislingen muss auswärts ran.

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Der FC Heiningen startet mit vielen Neuzugängen in die Saison. Hinten v.l.: Toni Carfagna, Pascal Volk, Felix Lache, Salvador Estévez Hernández, Daniel Pérez Castañeda, Co-Trainer Denis Egger. Vorn v.l.: Okan Kanarya, Bastian Ungureanu, Benjamin Kern, Yasin Ceküc, Kevin Gromer. Es fehlt: Valentin Schlecht.  Foto: 

Der FC Eislingen bekommt es am ersten Spieltag der neuen Saison in der Fußball-Landesliga gleich mit einem der Topfavoriten zu tun. Am heutigen Samstag um 15.30 Uhr muss der Aufsteiger bei den Sportfreunden Dorfmerkingen antreten, die sich unter anderem mit Ex-Profi Niklas Weißenberger (Würzburger Kickers) verstärkt haben. „Dort haben wir nicht viel zu verlieren, werden aber keinesfalls abschenken“, erklärt Eislingens neuer Trainer Michael Kuhn, der mit Marius Nigl, Marius Kaufmann, David Hilger und Konstantinos Kostidis gleich vier Langzeitverletzte beklagt. Außerdem steht Srdan Mojasevic beruflich bedingt ebenfalls mittelfristig nicht zur Verfügung.

Das hat die Vorbereitung beeinträchtigt. „Deshalb sind wir noch nicht so weit wie gewünscht“, bedauert Kuhn, der auch als Aufsteiger offensiv ausgerichteten Ballbesitzfußball spielen lassen will: „Wir haben eine technisch gute Mannschaft und trotz der Verletzten genug Qualität auf dem Platz.“ An mehr als den Klassenerhalt sei trotzdem nicht zu denken, allein „wenn man sich anschaut, wie viele Aufsteiger in den letzten Jahren gleich wieder abgestiegen sind“.

Der FC Heiningen startet nach seiner Rückkehr aus der Verbands- in die Landesliga mit einem Heimspiel gegen TSV Neu-Ulm. „Ein Aufsteiger ist immer eine knifflige Angelegenheit“, erklärt Co-Trainer Denis Egger, der vor der Saison neu zum Trainerteam um Tobias Flitsch gestoßen ist und gleich im ersten Spiel den im Urlaub weilenden Chefcoach vertritt. Nachdem viele Spieler, die über Jahre das Gesicht des FC Heiningen geprägt hatten, gegangen sind, darf man auf den ersten Auftritt der neuformierten Mannschaft mit zehn Zugängen gespannt sein.

Eine tragende Rolle dürfte vor allem Ex-Profi Benjamin Kern (Young Boys Reutlingen), Pascal Volk (SC Geislingen) und dem Regionalliga-erfahrenen Bastian Ungureanu (Lüneburger Hansa SK) zukommen. „Wir wollten einen neuen Schwung reinkriegen“, erklärt Egger, „das Team hat in der Vorbereitung gut zueinandergefunden, die Einstellung stimmt und alle freuen sich, dass es losgeht.“ Heiningen möchte oben mitspielen. Die härtesten Konkurrenten sind für Egger Dorfmerkingen und der SV Ebersbach.

Dort beginnt die Saison ebenfalls am morgigen Sonntag um 15 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TSV Köngen. „Es muss unser Anspruch sein, uns gegenüber dem Vorjahr zu verbessern“, umreißt Co-Trainer Daniel Avgustinovic das Saisonziel des letztjährigen Tabellendritten, schränkt aber auch ein: „Um oben mitspielen zu können, müssen alle Faktoren zusammenpassen, vor allem was Verletzungen betrifft.“ Damit spielt Avgustinovic auf die aktuelle Situation an. Die Neuzugänge Davor Kraljevic (Bänderriss) und Vincenzo Parrinello (Meniskus) werden noch mehrere Wochen fehlen, Jannik Froschauer ist ebenfalls angeschlagen, sein Einsatz am Sonntag ist fraglich. Zudem steht Kapitän Thomas Scheuring erst ab dem zweiten Spieltag zur Verfügung.

„Wir hatten ständig bis zu zehn Ausfälle“, beklagt Avgustinovic eine nicht optimale Vorbereitung. Kurzfristig hat der SV Ebersbach noch Marijan Tomas verpflichtet. Der 19-Jährige durchlief die Jugend bei den Stuttgarter Kickers und versuchte sich in der letzten Saison in Tschechien. Noch laufen die Wechselformalitäten, doch der SV Ebersbach hofft auf eine baldige Spielberechtigung für den Mittelfeldmann.

Am morgigen Sonntag um 17 Uhr beschließt der TSV Bad Boll mit einem Heimspiel gegen den TV Echterdingen den ersten Spieltag. Im Vorjahr war der TSV als Vizemeister die positive Überraschung. „Damit haben wir die Messlatte hoch gelegt“, weiß Trainer Benjamin Geiger, „wir wollen die Leistung bestätigen, wissen aber auch, dass das sehr schwer wird.“ Zumal er eine noch stärkere und ausgeglichenere Landesliga als im letzten Jahr erwartet. Mit Platz fünf bis acht könnte Geiger deshalb gut leben: „Sicher stehen wir durch den zweiten Platz jetzt etwas stärker im Fokus, aber wir bleiben realistisch und müssen uns alles wieder hart erarbeiten.“

Nach Jahren des Abstiegskampfs würde sich der TSV Bad Boll auf lange Sicht gerne im vorderen Mittelfeld etablieren. Pluspunkt könnte das eingespielte Kollektiv sein, das mit dem erfahrenen Robin Jaksche verstärkt wurde, der die Rolle des Abwehrchefs einnehmen soll. Morgen kann Geiger auf alle Akteure zurückgreifen. „Wir haben im letzten Jahr gesehen, wie wichtig ein guter Start ist, deshalb wollen wir unbedingt gewinnen“, so Geiger.

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