Kein Sieger bei der Derby-Premiere

Im ersten Landesliga-Derby der Saison trennten sich der FC Heiningen und der SV Ebersbach leistungsgerecht 1:1. Beide bestimmten je eine Spielhälfte.

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In einem temporeichen Landesliga-Derby überraschten die Gäste aus Ebersbach mit einer bärenstarken Anfangsphase und gingen schon nach fünf Minuten in Führung. Eine Kopfballverlängerung von Moritz Straub lupfte Tarik Serour über den etwas halbherzig herauslaufenden Heininger Torwart Norman Volber zum 0:1. Die Fußballer des SV Ebersbach ließen mit einer guten Raumaufteilung und aggressivem Pressing den FC Heiningen nicht zur Entfaltung kommen. „Wir wollten versuchen, die Heininger Bälle in die Tiefe zu unterbinden, das haben wir taktisch gut gemacht“, lobte Ebersbachs Spielertrainer Dinko Radojevic nach dem Schlusspfiff seine Mannschaft, „allerdings hätten wir in der ersten Halbzeit noch mehr auf das zweite Tor gehen sollen.“ Die beste Chance dazu hatte Henry Onwuzuruike, der nach einer Viertelstunde aus kurzer Distanz aber nur den Pfosten traf.

Die Gastgeber brauchten eine halbe Stunde für ihre erste Möglichkeit. Dominik Mader hatte Ebersbachs Keeper Emre Tekin schon ausgespielt, schob aber am Tor vorbei. Auf der Gegenseite war FCH-Keeper Volber noch einmal bei einem Schuss von Onwuzuruike gefordert (36.).

„Wir hatten viele Fehlpässe im Spielaufbau, dafür muss man allerdings auch etwas Verständnis haben, denn unsere Abwehrkette hatte heute ein Durchschnittsalter von 20 Jahren“, erklärte FC-Trainer Tobias Flitsch, der auf die Routiniers Kütri und Kraljevic verzichten musste und zur Halbzeit mit einer Umstellung reagierte. Eugen Schneider rückte auf die rechte Abwehrseite, Deni Kalfic von dort eine Position nach vorne ins Mittelfeld.

Tobias Flitsch hatte zudem in der Kabine offenbar die richtigen Worte gefunden, denn in Durchgang zwei präsentierte sich der Meisterschaftsaspirant auf eigenem Platz in anderer Verfassung.

Als Radojevic bei den Gästen am Spielfeldrand behandelt werden musste, gelang dem FC Heiningen in Überzahl der Ausgleich. Bei dem abgefälschten Schuss von Franco Petruso, der über die Außenposition in den Strafraum eingedrungen war, hatte Torwart Tekin keine Chance (49.). Mader hätte zwei Minuten später für Heiningen direkt nachlegen müssen, aber Tekin kaufte ihm die hundertprozentige Chance mit einer starken Reaktion ab.

Ab der 60. Minute hatte sich der SV Ebersbach wieder gefangen und gestaltete die Partie offener. Zehn Minuten vor dem Ende schickten die Trainer mit Marc Hartmann bei Heiningen und Pascal Römpfer bei Ebersbach jeweils noch einen frischen Stürmer aufs Feld. Hartmann hatte bei der Heininger Schlussoffensive auch gleich eine gute Einschussmöglichkeit, aber wieder hielt Tekin mit einer Glanzparade (83.). Die neue Ebersbacher Nummer eins hatte zudem das Glück des Tüchtigen, als eine Freistoßflanke von Igor Kotiukov am Pfosten landete (85.). „Auf Grund der Mehrzahl der Chancen hätten wir das Spiel in der zweiten Halbzeit für uns entscheiden müssen, aber vom Spielverlauf her geht das Unentschieden in Ordnung“, bilanzierte Flitsch und stimmte in der Beurteilung mit seinem Kollegen Radojevic überein. Das umkämpfte Derby endete mit einem Platzverweis für Hartmann, der bei einer Standardsituation den Ellenbogen gegen Sven Gulin eingesetzt haben soll.


FC Heiningen: Volber – Schmidts, Cubuk, Neumann, Kalfic – Kotiukov, Sawatzki – Aslan (80. Hartmann), Mader, Sat (46. Schneider) – Petruso.

SV Ebersbach: Tekin – Kaluderovic, Gulin, Scheuring, De Rosa – Tabe, Radojevic, Kurt – Serour, Straub (80. Römpfer), Onwuzuruike.

SR: Martin Traub (Ehingen).

Tore: 0:1 Serour (5.), 1:1 Petruso (49.).

Rote Karte: Hartmann (90.+3/Tätlichkeit).

Zuschauer: 300.

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