Ex-Göppinger steht beim Oberliga-Gegner SC Freiburg unter Vertrag

Nach dem Punktgewinn in Ravensburg kann Oberligist SV Göppingen am Samstag (13 Uhr) entspannt beim SC Freiburg II antreten. Das Wiedersehen mit Ex-SV-Akteur Tim Schraml fällt indes aus.

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Lange ist’s her: Früher kickte Tim Schraml (rechts) für den Sportverein Göppingen.  Foto: 

Gerade 18 Jahre alt war Tim Schraml, als er auf Grund unzureichender Spielanteile von der U 19 des VfB Stuttgart im Januar 2011 zum Sportverein wechselte. Der defensive Mittelfeldspieler schlug an der Hohenstaufenstraße auf Anhieb voll ein und wurde zum Verbandsliga-Akteur des Monats gekürt. „Aus dem damaligen Team ist nur noch Chris Loser da und jetzt wieder Tomi Ivezic“, erinnert sich Schraml, der die Fußball-Geschehnisse im Kreis regelmäßig verfolgt – dem Internet sei Dank.

Viel mehr kann der 1,90 Meter große Donzdorfer zurzeit ohnehin nicht tun, denn er ist seit fast einem Jahr zum Zuschauen gezwungen. „Schon 2014/15 hatte ich muskuläre Probleme, die nie richtig weg gingen. Bei einem MRT wurde ein Knorpelschaden diagnostiziert und anschließend operiert. Seit Dezember 2015 bin ich mehrmals pro Woche in der Reha“, berichtet der Rechtsfuß von seiner Leidensgeschichte, der in der VfB-Reha-Welt in Stuttgart für sein Comeback schuftet. Bei einer kürzlich erfolgten Untersuchung stellte ein Spezialist in Augsburg keine Probleme fest: „Der Knorpel sieht so weit gut aus. Ich hoffe in zwei, drei Wochen nach Freiburg zurück zu können und dann langsam wieder ins Training einzusteigen“, erklärt der 23-Jährige.

„Mein Ziel oder Traum ist es, im Rückspiel in Göppingen von Beginn an zu spielen“, ist für Schraml der Weg zurück allerdings noch lang. Da Schraml bisher nur wenige Begegnungen verfolgen konnte, kann er die Leistungsstärke der Oberliga nicht abschließend einschätzen. „Der SV kann offensichtlich mithalten, wie die Tabelle zeigt“, sagt er über seinen Ex-Klub, den er am Premieren-Spieltag gegen Bissingen beobachtete. „Göppingen steht tief, konzentriert sich auf das Verteidigen und versucht zu kontern“, beschreibt er die Spielweise, „so spielen die meisten Teams.“

So war er Augenzeuge des SC-Auftritts in Oberachern: „Das war 90 Minuten ein Spiel auf ein Tor. So wird es für uns in jedem Spiel sein, auch am Samstag gegen den Sportverein. Wir mussten auch in der Regionalliga immer das Spiel machen und permanent anrennen. Das ist jetzt nicht anders.“ Wie schwer es ist, gegen eine kompakte Elf zum Erfolg zu kommen, verdeutlicht ein Blick auf das Klassement, das für die Rot-Schwarzen nach zehn Partien nur vier Gegentreffer ausweist. Teil der Hintermannschaft ist Issac Houssou, der in Ravensburg verletzt ausgewechselt werden musste und für den Auftritt heute um 13 Uhr fraglich ist.

Im Juli 2017 läuft der Profivertrag von Tim Schraml nach drei Jahren aus. Wie seine Zukunft aussieht, steht auf Grund des großen Verletzungspechs noch in den Sternen. „Wenn mein Körper funktioniert, ist die 3. Liga auf jeden Fall drin, vielleicht auch die 2. Bundesliga“, nennt der Blondschopf seine Ambitionen. Viele Teamkollegen aus der Regionalliga-Truppe, die 2014 knapp am Aufstieg in die 3. Liga scheiterte, haben sich mittlerweile in den oberen Profiligen etabliert. Allen voran Maximilian Philipp, der im Oberhaus schon dreimal für die Truppe von Christian Streich traf.

Bundesliga-Luft durfte auch Schraml schnuppern, als er 2014 beim Sieg über Borussia Mönchengladbach eingewechselt wurde. „Mich hatten viele Freunde bei Sky gesehen. Es gab zahlreiche Glückwünsche und Christian Streich meinte damals, ich hätte mir den Einsatz verdient“, blickt der Innenverteidiger zurück, der sich mit guten Leistungen in der zweiten Mannschaft für höhere Aufgaben empfohlen hatte und mit einem Profivertrag belohnt worden war. Die Richtung stimmte, doch dann durchkreuzten die Verletzungsprobleme den Karriereplan nachhaltig. Sollte es mit dem Traum von einem Engagement in der 2. oder 3. Liga nicht klappen, will Schraml ein Fernstudium in Angriff nehmen und nebenher fußballerisch aktiv sein, „in der Ober- oder Regionalliga, das ist das Mindeste.“

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