Erster Saisonsieg befreit den TSV Obere Fils

Nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche will Fußball-Bezirksligist TSV Obere Fils nachlegen. Im Topspiel der Kreisliga A 3 gastiert Kuchen in Ottenbach.

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Sieben Mal hat’s der Aufsteiger vergeblich versucht, ehe es im achten Anlauf endlich klappte. Mit 3:0 gegen den FV Plochingen feierte der TSV Obere Fils vorige Woche seinen ersten Sieg in der Bezirksliga. Für Trainer Stefan Haußmann war’s nichts weniger als „der Lohn harter Arbeit“. Im zweiten Heimspiel in Folge am Sonntag um 15 Uhr gegen den Fünftletzten TV Nellingen hat der TSV die Chance, durch einen weiteren Sieg sogar die direkten Abstiegsplätze zu verlassen und bis auf einen Zähler an den morgigen Gast heranzurücken.

Das lang ersehnte erste Erfolgserlebnis hat bei den Wiesensteigern einen „Rucksack abfallen“ lassen, dessen Aufprall „man durchs ganze Stadion hörte“, sagt Haußmann. Die zuletzt steil ansteigende Formkurve lässt sich endlich auch in Zahlen belegen, dadurch kommt das Selbstvertrauen zurück. Voller Zuversicht will der Neuling am Sonntag einen Gegner bezwingen, den ihr Trainer nur dem Tabellenplatz nach auf Augenhöhe sieht. Er schätzt den TV Nellingen als „sehr erfahrenes Team“ mit vielen Jahren Bezirksliga auf dem Buckel, die Seinen sollen „wieder als Mannschaft dagegenhalten“.

Verzichten muss Obere Fils am Sonntag auf den aus privaten Gründen fehlenden Thomas Mayer. Dafür steht Michael Schreiner wieder zur Verfügung, zudem hofft Haußmann auf die Rückkehr der zuletzt angeschlagenen Stürmer Marco Floridia und Alexander Benitsch. Beide kommen aber eher für einen Platz auf der Bank infrage, der Trainer sieht außer dem Zwangswechsel durch Mayers Fehlen „keinen Anlass“, die gegen Plochingen so überzeugende Mannschaft durcheinanderzuwürfeln.

In der Kreisliga A3 treffen sich zwei Serienhelden zum Verfolgerduell. Der Tabellendritte TSV Ottenbach hat sechs Siege hintereinander im Rücken, der Zweite FTSV Kuchen holte in derselben zeit fünf Siege und ein Remis.

Der Aufsteiger feiert die imposanteren Siege. 31 Treffer fabrizierte der TSV in den vergangenen sechs Partien, Vorjahres-Vize Kuchen musste sich mit 21 begnügen. Der Fluch des guten Rufs: FTSV-Trainer Martin Braunmiller beklagt sich über Gegner, die sich im Ankenstadion „mit allen Mann hinten reinstellen“.  Er freut sich am Sonntag auf einen Gegner, der zur Abwechslung mal mitspielt und seinen Teil zu einer attraktiven Partie beiträgt. Vor der Ottenbacher Offensiv-Power hat Braunmiller gehörigen Respekt, traut aber seiner Mannschaft das passende Gegenmittel zu. Die lebt derzeit von ihrem „guten Spiel gegen den Ball“, mit dem sie „kaum Chancen zulässt“.

Offensiv tun sich die Kuchener dagegen schwer, ihr größter Vorteil ist zugleich das ärgste Defizit: Die insgesamt 23 Treffer verteilen sich auf elf Schützen, was den FTSV ein Stück weit unberechenbar macht. Allerdings vermisst Braunmiller einen „echten Knipser“.

Die Konkurrenz hat’s da besser und kann häufig auf individuelle Qualität zurückgreifen, die Spiele alleine entscheidet. Kein Wunder, sagt Braunmiller: Zwei Drittel aller Vereine der Liga bezahle ihren Spielern „Fahrgeld oder sonst irgendwas“. In Kuchen läuft’s noch ohne Kohle, daher suchen sich die herausragenden Individualisten eben andere Klubs.

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