Drittes Tor in der Nachspielzeit rettet SV gegen Heiningen

Im Verbandsliga-Derby rettete Lars Ruckh dem SV Göppingen in der Nachspielzeit ein 2:2 und schoss damit den FC Heiningen fast schon in die Landesliga.

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Dicht vor dem Heininger Tor stehend erzielte Yannik Kögler (links) für den Göppinger Sportverein den 1:2-Anschlusstreffer im Verbandsliga-Derby.  Foto: 

Viele der mehr als 1000 Zuschauer im Stadion an der Hohenstaufenstraße fragten, welches Team um die Meisterschaft kämpft und welches in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Ein Leistungsunterschied war nicht zu erkennen - im Gegenteil: Der FC Heiningen lieferte eine tolle Vorstellung und hatte den Favoriten am Rande einer Niederlage. "Der Sieg für uns wäre verdient gewesen", erklärte Trainer Tobias Flitsch.

Der Sportverein leistete sich viele Fehlpässe und offenbarte Mängel im defensiven Umschaltspiel, die Heiningen mit präzisen Pässen in die Schnittstellen nutzte. Die antrittsschnellen Schmidts, Ziesche und Serour liefen nach solchen Situationen mehrmals alleine auf SV-Keeper Rombach zu, bei dem sich die Rot-Schwarzen bedanken konnten, zur Pause nur 0:2 zurück zu liegen. Serour (19.) und Ziesche (38.) trafen zur verdienten Führung, doch Flitsch haderte mit vergebenden Chancen von Serour (10.) und Schmidts (36. und 37.): "Wir müssen das 3:0 machen. Doch im Eins-gegen-Eins gegen den Torwart versagten uns die Nerven."

"Heiningen zeigte ein sehr gutes Spiel. Unsere erste Hälfte war schwach", räumte Gianni Coveli ein. "Es war ein Hin und Her, wir haben uns darauf eingelassen und die Bälle zu schnell verloren", analysierte der Coach des Sportvereins. Er brachte nach der Pause Nicastro und Ruckh, fortan agierten die Rot-Schwarzen griffiger. Kadrijas Lattentreffer (51.) diente als Startsignal für die Göppinger, die den Druck immer mehr erhöhten und sich nun auch von einer rund zehnminütigen Unterbrechung aufgrund einer Sturmgewitter-Front nicht aufhalten ließen.

Viel ging über die rechte Angriffsseite, eine der zahllosen Hereingaben von dort stocherte Kögler zum 1:2 über die Linie (69.), nur zwei Minuten später musste Hölzli mit Gelb-Rot vom Platz. "Nach dem Anschluss war es klar, dass es spannend wird. In Unterzahl war es schwierig", kommentierte Flitsch. "In der Schlussphase konnten wir für die Offensive nichts mehr tun", beschrieb er die Abwehrschlacht seiner Schützlinge, die den Vorsprung über die Zeit retten wollten. Lars Ruckh machte einen Strich durch die Rechnung und zirkelte in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen Freistoß in die Maschen - es war in der Rückrunde bereits Ruckhs dritter Treffer in der Nachspielzeit.

Mit der Punkteteilung kann der SV besser leben, wie Coveli bekennt: "Ein Punkt war das Minimalziel. Damit ist Rang zwei sicher. Wir sind wieder in der Rolle des Jägers, darüber sind wir nicht unglücklich. Wir haben nichts mehr zu verlieren, jetzt kommt das Finale in Neckarsulm." Sein Gegenüber konstatierte: "Wir geben nicht auf, aber wir sind so gut wie abgestiegen", sagte Flitsch mit Blick auf das Tableau, das vor dem abschließenden Spiel gegen Essingen drei Punkte und fünf Tore Rückstand auf den Relegationsrang ausweist, wo Olympia Laupheim rangiert, das in Schwäbisch Hall antreten muss.

SO SPIELTEN SIE

SV Göppingen: Rombach - Armbruster (46. Nicastro), Stierle, Brück, Clauß - Kühnert (81. Heim), Loser, Cerimi (46. Ruckh), Renner - Kadrija, Kögler.

FC Heiningen: Funk - Özge, Cubuk, Kalender, Schneider - Di Biccari, Maglio (90. Neumann) - Schmidts (98. Hosseini), Hölzli, Ziesche (79. Renn) - Serour (86. Mader).

SR: Yannick Eberhardt (Giengen).

Tore: 0:1 Serour (19.), 0:2 Ziesche (38.), 1:2 Kögler (69.), 2:2 Ruckh (90.+6).

Gelb-Rot: Hölzli (71.), Özge (90.+4).

Vorkommnis: Die Partie wurde in der 53. Spielminute wegen Unwetters für zehn Minuten unterbrochen.

Zuschauer: 1050.

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