Die Ohnmacht der Trainer

Nach acht Toren, aber nur einem Punkt aus zwei Spielen will A3-Liga-Neuling TSV Gruibingen beim SC Geislingen II endlich Zählbares. In der B9 wirds für Aufhausen schwer, auch Deggingen zu ärgern.

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Manchmal sind Trainer schlicht hilflos. Gruibingens Roland Wiedmann muss mit ansehen, wie jede Woche andere Abwehrspieler patzen. SCII-Coach Jasko Suvalic kann wegen vielen Urlaubern und Verletzten "nur die Hälfte von dem umsetzen", was ihm vorschwebt. In solchen Situationen fühlt er sich "völlig machtlos".

Suvalic rechnet mit baldiger Besserung. Die Seinen müssen sich noch "von Spieltag zu Spieltag retten", eher in zwei Wochen alle Urlauber zurück sind. Dass Gruibingen in kurzer Zeit sämtliche Abwehrprobleme beheben kann, glaubt Wiedmann selbst nicht. Er fürchtet, es "nicht mehr zu erleben, dass wir zu null spielen". Er wäre schon mit weit weniger zufrieden. Wenn die Seinen die Zahl der Gegentore auf ein Maß reduzieren, das es realistisch erscheinen lässt, vorne eins mehr zu schießen, dann kann der Coach mit manchen Fehlern leben.

Morgen um 13.15 Uhr sollten die Gruibinger damit anfangen, um nicht früh ganz tief unten drinzu- hängen. "Toreschießen allein nutzt nichts, wir müssen punkten", fordert Wiedmann. Dazu sollten seine Defensivspieler ihre individuellen Fehler abstellen, vielleicht hilft Wiedmann ein Erfahrungsaustausch mit VfB-Trainer und Leidensgenosse Thomas Schneider.

Immerhin treten die Gruibinger bis auf die verletzten Brüder Michael und Manuel Späth nahezu in Bestbesetzung an. Torhüter Simon Flore hat seine Rotsperre aus dem GZ-Pokalfinale abgesessen und kehrt morgen in den Kasten zurück. Der SC Geislingen II hat da weit mehr Sorgen, Suvalic fehlen sieben Spieler. Das sind, befindet er "bei einem 21-Mann-Kader ziemlich viel". Es fehlt jeder Dritte, darunter Stützen wie Kapitän Gökhan Budur, für Suvalic "der Fixpunkt in der Defensive". Aber manchmal ist man als Trainer eben machtlos.

Machtlos sind die meisten Abwehrreihen gegen Björn Preiß. Der Aufhausener Stürmer schoss im Vorjahr in der Kreisliga B9 40 Tore und bislang in zwei Partien schon wieder sechs. Dennoch reichten seine beiden Treffer dem SVA gegen den TKSV nicht, am Ende stand nach 0:3-Rückstand ein 2:3. Hätte die Partie noch fünf Minuten länger gedauert, "wäre noch der Ausgleich gefallen, räumt TKSV-Stürmer Acar Bahtiyar ein. Für Aufhausens Coach Andreas Truck belegt die Aufholjagd die Fitness seines Teams, mit der er auch den "selbsternannten Titelfavoriten" TV Deggingen "ärgern" will.

Der A-Liga-Absteiger hat sich auf dem Weg zur Rückkehr noch keinen Punktverlust erlaubt, Trainer Roman Komorski sieht die Seinen fußballerisch auf dem richtigen Weg, das Zusammenspiel sieht von Spiel zu Spiel "immer besser aus". In der Abwehr hat er noch "einige individuelle Fehler zu viel" gesehen. Auf die lauert Björn Preiß. Vor Aufhausens Tormaschine hat auch Komorski Respekt. Deshalb sollen die Degginger ja auch ihre individuellen Fehler minimieren. Wenn das gelingt, sagt Komorski, dann "wirds Preiß allein sehr schwer haben".

Kollege Truck siehts ähnlich. Dem Aufhausener Trainer ist das stark auf Preiß zugeschnittene Spiel seiner Mannschaft "zu leicht ausrechenbar". Er erhofft sich von den anderen SVA-Offensiven einige Akzente mehr.

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