Der Rekordsieger macht ernst

Der SV Westerheim und der FTSV Kuchen I bestreiten am Mittwoch das Finale um den GZ-Pokal. Beide setzten sich am Montagabend in den Halbfinals durch. Westerheim bezwang Kuchens Zweite 3:1, Kuchen I fegte Gastgeber TV Deggingen 5:0 vom Platz. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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  • Jannick Ruther vom FTSV Kuchen I feiert seinen Doppelpack, den Finaleinzug und Rang eins in der Torjägerliste. 1/2
    Jannick Ruther vom FTSV Kuchen I feiert seinen Doppelpack, den Finaleinzug und Rang eins in der Torjägerliste. Foto: 
  • Der Westerheimer Stephan Sonnentag auf dem Weg zum Tor. 2/2
    Der Westerheimer Stephan Sonnentag auf dem Weg zum Tor. Foto: 
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Viel hätte nicht zum vereinsinternen Endspiel gefehlt. B-Ligist FTSV Kuchen II wehrte sich gegen Westerheim lange und kassierte erst in der Schlussminute das 1:3, das alle Hoffnungen beerdigte. Die zweite Partie Montagabend war vor 400 Zuschauern weit klarer. Im Duell zweier A-Ligisten schwang sich Kuchen I zum klaren Turnierfavoriten auf. Das imponierende 5:0 gegen Gastgeber TV Deggingen I taugt als Kampfansage fürs Finale am Mittwoch allemal.

Trainer Martin Braunmiller findet’s nach eher durchschnittlicher Vorrunde „an der Zeit, dass wir Gas gegeben haben“ und vor großer Kulisse „emotionaler aufgetreten sind“.  Der FTSV ließ von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, unbedingt wieder das Endspiel erreichen und sich die Chance auf den siebten Triumph erhalten zu wollen. Die Kuchener trafen auf einen TVD, der sie „viel zu leicht spielen“ ließ, kritisiert Coach Daniel Knaupp. Die vielen Ausfälle und damit verbundenen Umstellungen lässt er „als Entschuldigung nicht gelten“. Zumal der Kollge leicht die Gegenrechnung präsentieren könnte. Braunmiller verweist auf immer noch zwölf fehlende Spieler, der FTSV-Kader gibt aber so viel her, um auf fast alle personellen Nackenschläge reagieren zu können.

Innenverteidiger als Garanten des Erfolgs

Montag waren immerhin Innenverteidiger Sascha Blum und Antreiber Tim Lallemand wieder dabei, zwei Garanten des Erfolgs. Blum hielt die Deckung zusammen, Lallemand schoss die Tore zum 2:0 (38.) und 3:0 (48.). Spätestens nach Lallemands zweitem Streich ließen die Degginger die Flügel hängen und hätten sogar noch mehr Tore kassieren können als den Foulelfmeter von Jannick Ruther  und den Distanzschuss von Merlin Schmid.

Im zweiten Durchgang ging bei einigen Deggingern „die Motivation nach unten“, erklärt Knaupp diplomatisch die zeitweilige Einstellung jeglichen Widerstands. 40 Minuten lang versuchte der TVD zumindest gegenzuhalten und hatte nach neun Minuten die große Chance zur Führung. Nach toller Kombination tauchte Marcel Wiesner halblinks frei vor dem Tor auf, seinen Schuss klärte Blum mit letztem Einsatz vor der Linie (9.). „Bei Deggingen fiel nur Wiesner auf“, sagt Braunmiller und meinte den linken Flügelmann. Dessen Bruder war nicht weniger auffällig. Erst verhinderte er mit starken Paraden gegen Lövesz (8.) und Blum (23.) den Rückstand, den er durch eine Slapstick-Einlage dann doch selbst einleitete. Beim Versuch, einen harmlosen Rückpass wegzudreschen, traf er den Ball nicht richtig und schoss ihn Ruther vor die Füße, der sich artig bedankte (26.).

Fast hätten die Kuchener morgen um 18.30 Uhr gegen ihre eigene Zweite gespielt. Die forderte den SV Westerheim mehr als gedacht, beide Teams mussten dabei auf Spieler verzichten, die der Vorrunde ihren Stempel aufgedrückt hatten. Westerheim kam damit besser klar, auch weil die Mannschaft „einfach cleverer spielte“ als die Kuchener, anerkennt deren Trainer Alexander Wenzel. Die Westerheimer bestraften die Fehler des FTSV erbarmungslos. Nach Dominik Kovacsiks schlimmem Ballverlust bediente Florian Bohnacker in der Mitte Niklas Ramminger, der mühelos einschob (8.). Zwei Minuten später bewahrte auf der Gegenseite nach Steffen Wiedmanns Kopfball die Latte den SVW vor dem Ausgleich.

Drei Minuten nach Wiederbeginn legte erneut Bohnacker vor, diesmal per Kopf, und wieder verwandelte im Zentrum Ramminger ohne Mühe.  Die Partie schien entschieden, ehe Torjäger Michael Fischer per Abstauber den FTSV zurückbrachte (53.). Der SVW wankte nach seinem ersten Gegentor im gesamten Turnier, auch eine Folge der 90 Minuten Bezirkspokal vom Sonntag. Ab Minute 40 „hat man die Müdigkeit gemerkt“, erklärt Trainer Frank Klingler. Maahs (57.) und Baurschafter vergaben die Entscheidung und so musste der SVW gegen anstürmende Kuchener noch richtig zittern, ehe Stephan Sonnentag seine Kollegen in der Nachspielzeit mit dem 3:1 erlöste.
 



GZ-POKAL-STENO

HALBFINALE

Kuchen II – Westerheim 1:3 (0:1)

Tore: 0:1, 0:2 Ramminger (33., 53.), 1:2 Fischer (53.), 1:3 Sonnentag (60.+2).

Kuchen I – Deggingen I 5:0 (1:0)

Tore: 1:0 Ruther (26.), 2:0, 3:0 Tim Lallemand (38., 48.), 4:0 Ruther (55./Foulelfmeter), 5:0 Schmid (57.).


DIE TORJÄGER

5 Tore: Jannick Ruther (FTSV Kuchen I)

3 Tore: Timo Rebmann (TV Deggingen I), Tim Lallemand (FTSV Kuchen I), Thomas Schulz (SV Westerheim), Michael Fischer (FTSV Kuchen II)


ENDSPIEL AM MITTWOCH

18.30 Uhr SV Westerheim – FTSV Kuchen I

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