Beim Sportverein steht wieder die Null

Die Erfolgsgeschichte von Oberligist SV Göppingen geht weiter. Wieder stand die Null und wieder war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, die für ein verdientes 2:0 (1:0) über den Karlsruher SC II sorgte.

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Göppingens Trainer Gianni Coveli (Zweiter von rechts) und die Ersatzbank  bejubeln im Heimspiel gegen Karlsruhe das 2:0 von Nebih Kadrija.  Foto: 

Gegenüber dem torlosen Remis vor Wochenfrist in Hollenbach gab es beim Göppinger Sportverein zwei Änderungen in der Startformation: Kapitän Oliver Stierle nahm seinen angestammten Posten als zentrales Glied der Dreierkette ein, dafür musste Manuel Augst weichen. Im linken Mittelfeld erhielt Chris Loser den Vorzug vor Tobias Armbruster.

Der spielstarke Zweitliga-Nachwuchs zeigte schnell seine Klasse und konnte sich Feldvorteile erarbeiten, die durch einige Leichtsinnsfehler der Hausherren noch begünstigt wurden. „Der KSC war besser“, analysierte Gianni Coveli, „bis zum Strafraum durften sie spielen, den Sechzehner wollten wir aber dicht machen“, beschrieb der SV-Übungsleiter seine taktischen Überlegungen, die wieder aufgingen, denn eine hundertprozentige Torchance konnte der badische Traditionsklub nicht verzeichnen. Auf der Gegenseite verpasste ein Petruso-Freistoß knapp das Ziel (18.), fünf Minuten später machte es der Rechtsfuß besser. Nach einem weiten Ball des starken Kevin Dicklhuber folgte eine exzellente Ballannahme Petrusos, der aus zwölf Metern zum 1:0 traf. „In dieser Szene zeigten wir eine gute Umschaltbewegung“, lobte Coveli. Für den KSC hatte U19-Nationalspieler Marvin Mehlem die beste Möglichkeit, doch nicht nur bei diesem Versuch war SV-Keeper Rombach auf seinem Posten (29.).

"Da wird man verrückt bei diesen Chancen"

Nach dem Seitenwechsel passte Domenico Botta, der als körperlich robuster Ballverteiler auf der Mittelstürmer-Position eine gute Leistung zeigte, auf Petruso, der aus kurzer Distanz abzog, doch KSC-Torhüter Stritzel parierte mit einem erstklassigen Reflex (46.). Der zweite Durchgang brachte mehr Torraumszenen, da die Räume auf beiden Seiten etwas größer wurden. Ein Dicklhuber-Hammer aus dreißig Metern landete am Lattenkreuz (65.), voraus ging ein Ballgewinn des zweikampfstarken Gent Cerimi, der im defensiven Mittelfeld eine sehr gute Partie ablieferte. In der Schlussviertelstunde schwanden die Kräfte bei den Rot-Schwarzen merklich, der Druck der Gäste wurde größer, doch die massiv formierte Hintermannschaft hielt stand.

In der Offensive setzte sich Schmidts, nach einem öffnenden Dicklhuber-Pass, im Zweikampf durch, scheiterte aber frei vor Stritzel. Der abgewehrte Ball fiel Nebih Kadrija, der wie zuletzt als Einwechselspieler einige Akzente setzen konnte, vor die Füße. Doch anstatt den Ball aus zentraler Position direkt ins leere Tor zu schießen, zögerte er zu lange (83.). Nur zwei Minuten später standen Kadrija und Ziesche vor Stritzel, doch der uneigennützige Querpass war für Ziesche nicht zu kontrollieren.

„Da wird man verrückt bei diesen Chancen“, sah Coveli sein Nervenkostüm stark strapaziert. „Die Anspannung war riesig, umso größer dann die Erlösung. Es waren einfach Glücksgefühle am Ende“, fielen nicht nur dem 46-Jährigen mehrere Steine der Erleichterung vom Herzen, als Kadrija in der 89. Minute mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck zum 2:0-Endstand traf. „Das Spiel war dramatisch und von uns voller Leidenschaft geführt. Der KSC hatte keine wirklich zwingende Torchance. Ich kann den Jungs nur ein Riesenkompliment machen“, war Coveli mit dem Auftritt hochzufrieden, den auch die Fans während der 90 Minuten immer wieder mit viel Applaus bedachten.
 



SO SPIELTEN SIE

SV Göppingen: Rombach – Frölich, Stierle, Houssou, Schmidts, Dicklhuber (89. Armbruster), Cerimi, Clauß, Loser (67. Kadrija), Petruso (79. Augst), Botta (80. Ziesche).

Karlsruher SC II: Stritzel – Kleinert, Cisse (79. Fossi), Hoffmann, Bader, Grupp, Marvin Mehlem (67. Reith), Marcel Mehlem, Lutz (84. Velic), Luibrand, Sprich (46. Frank).

Tore: 1:0 Petruso (24.), 2:0 Kadrija (89.).

SR: Zauner (Bühlerzell).

Zuschauer: 450.

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