Ältere Herren mögen’s nicht gern schnell

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Stephan Sonnentag (links, gegen Kuchen) fehlt dem SVW lange.  Foto: 

Im Vorjahr spielte der SV Westerheim lange um Meisterschaft und Relegationsplatz in der Kreisliga A Alb mit, am Ende reichte es nur zu Platz drei. Den Frust über den verpassten Aufstieg haben die Westerheimer schnell verarbeitet. In dieser Saison spielen wieder drei Mannschaften um die maximal zwei Aufstiegsplätze. Mittendrin: Der SVW. Noch einmal wollen sich die Westerheimer die Bezirksliga nicht vor der Nase wegschnappen lassen.

Morgen um 14.30 Uhr erwartet der Tabellenzweite SVW Spitzenreiter SF Dornstadt, der zwei Zähler mehr auf dem Konto hat als die punktgleichen SV Westerheim und TSV Blaubeuren. Hätte Trainer Frank Klingler alle Leistungsträger dabei, wäre ihm nicht bange. Es fehlen aber seit Wochen zwei der Besten. Mit Daniel Kast (Kreuzbandriss) muss der Coach den Stabilisator im Mittelfeld für den Rest der Saison ersetzen, Torjäger Stephan Sonnentag greift wegen eines Auslandssemesters in Bukarest frühestens in der Rückrunde wieder ein.

Der Tabellenführer stellt eine routinierte Mannschaft, deren Durchschnittsalter an die Altersstruktur des FC Bayern München erinnert. „Da hat fast jeder den Dreier vorne dran stehen“, sagt Klingler über die Dornstädter. Gegen diese routinierte Mannschaft dürfen sich die Seinen „keinen Fehler erlauben“ und werden vermutlich auch nicht so viele Torchancen bekommen wie gewohnt. Der SFD-Keeper musste in elf Spielen erst viermal hinter sich greifen, im Vergleich dazu empfindet Klingler die zwölf Gegentore der Seinen als „deutlich zu viele“. Vor allem durch Konter sind sie extrem verwundbar. Der Trainer verspricht Besserung: „Wir arbeiten daran“.

Um im Aufstiegsrennen nicht entscheidend an Boden zu verlieren, müssen die Westerheimer morgen unbedingt punkten. Besser wäre ein Heimsieg, der den SVW wieder auf Platz eins der Tabelle spülte. Für den Gegner spricht die Routine, doch Klingler hat ein passendes Rezept gegen Ü30-Teams: „Wir müssen das Tempo hochhalten“. Das mögen Herren gesetzteren Alters nicht.

Die Westerheimer wollen am Saisonende nicht wieder Frust über Platz drei schieben. Sollte es so kommen, verliert der Trainer nicht den Mut. Die Seinen würden „auch das wegstecken und dann eben ein drittes Mal angreifen.“

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