Noch viel Sand im Getriebe

Der FV Faurndau I erreichte die zweite Runde des WFV-Pokals durch ein 2:1 bei der Spvgg Stuttgart Ost, während für die zweite Mannschaft die 0:2- Heimniederlage gegen SC Neubulach das Pokalaus bedeutete.

Von einer gelungenen Premiere des Fußbal-Oberligisten konnte man nach dem Weiterkommen im Pokal allerdings nicht sprechen, den bei den ersatzgeschwächten Faurndauerinnen war noch viel Sand im Getriebe. Vor allem in der Defensive zeigten die Faurndauerinnen Schwächen. Bezeichnend war der 1:1-Ausgleich in der letzten Minute der regulären Spielzeit, so dass die Mannschaften in die Verlängerung gehen mussten.

Obwohl Faurndau bereits nach fünf Minuten durch Annabell Vatter den ersten Warnschuss auf das gegnerische Gehäuse abgab, fand der Oberligist gegen den Landesligisten vor allem in der ersten Hälfte kein spielerisches Mittel. Glück hatten die Faurndauerinnen nach einer Viertelstunde, als Sina Heitzler ein Rückpass missglückte und eine Stuttgarter Angreiferin freistehend am Tor vorbeischoss. Faurndaus Beate Kley machte es nach 22 Minuten nicht besser, als sie nach genialem Zuspiel von Annabell Vatter aus zehn Metern die Führungschance vergab. Die zweite Unachtsamkeit der Innenverteidigung Hüppop und Heitzler bereinigte Torhüterin Ilona Welsch mit einer Klasseabwehr. Kurz vor dem Seitenwechsel zog Annabell Vatter aus 16 Metern ab, doch sie scheiterte an der Querlatte.

Die Halbzeitansprache von Trainerin Patricia Menge zeigte Wirkung, denn nun wurde der Gegner unter Druck gesetzt und nach 55 Minuten verwertete Stefanie Mattes das gute Zuspiel von Sabrina Hüppop mit einem Flachschuss ins lange Eck zur Faurndauer 1:0-Führung. Eine hundertprozentige und auch die einzige Torchance der Gastgeberinnnen in der zweiten Halbzeit vereitelte Ilona Welsch nach 61. Minuten mit einer Glanzparade.

Zwischen der 65. und 85 Minute hätten die Faurndauerinnen den Sack zumachen müssen, doch sie vergaben die allerbesten Chancen. Dass dann in der 90. Minute nach einem Freistoß der Ausgleich fiel, hatten sich die Faurndauerinnen selbst zuzuschreiben, denn bei dem Schuss aufs kurze Eck war die Faurndauer Abwehr überhaupt nicht im Bilde.

Ein herrlicher Treffer von Beate Kley brachte in der Verlängerung nach 110 Minuten die Entscheidung. Nach einer kurzen Ecke verwandelte sie den Flankenball von Sabrina Claß mit einer Direktabnahme unhaltbar in den Winkel zum 2:1 für die Faurndauerinnen.

Trainerin Patricia Menge war zwar über das Weiterkommen glücklich, doch sie sah auch viele Schwächen ihres Teams: "Wir haben in der ersten Halbzeit viele Fehler gemacht und wieder unsere Torchancen nicht genutzt. Ach der Ausgleichstreffer in der letzten Minute darf so nicht passieren. Doch wir sind eine Runde weiter und das zählt letztendlich".

FVF I: Ilona Welsch, Nadine Vogel, Sina Heitzler, Sabrina Hüppop, Kristiane Karlovic, Jasmin Döring, Nadine Garing (Sabrina Claß), Lisa-Marie Stoll (80. Alexa Kanzleiter), Annabell Vatter (86. Lisa Wilfer), Beate Kley, Stefanie Mattes.

FVF II - SC Neubulach 0:2 (0:1)

Die zweite Mannschaft des FV Faurndau machte es den eine Klasse höher spielenden Neubulacherinnen sehr schwer, die nächste Pokalrunde zu erreichen. Ausgehend von der Stärke der Gäste im Mittelfeld, wurde das Faurndauer Spiel größtenteils über die Außenspielerinnen angelegt. In der Defensive standen die Faurndauerinnen kompakt, so dass die Gäste kaum Torchancen herausspielen konnten. Mitte der ersten Halbzeit fehlten nur Zentimeter, als ein Faurndauer Freistoß knapp über die Querlatte ging. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte keine der beiden Mannschaften größere Risikobereitschaft Dann erhöhte der Gast den Druck und Torfrau Julia Doubrawa war nun mehr gefordert. Pech hatte Faurndaus Carina Beck nach einem Freistoß, der ganz knapp das Tor verfehlte.

Im Gegenzug wurde durch einen einfachen Doppelpass die FVF-Abwehr ausgespielt und die gegnerische Stürmerin musste den Ball zum 0:1 nur noch einschieben. Faurndau konnte den Druck nicht mehr erhöhen und fünf Minuten vor dem Ende kam Neubulach durch einen Elfmeter zum 0:2.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: MARIANNE MITTNACHT | 01.09.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr