Piloten fordern schärfere Regeln für private Drohnen

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Für den Einsatz ziviler Drohnen in Deutschland verlangt die Vereinigung Cockpit (VC) strengere Regeln. Hobbypiloten müssten zudem besser über die Vorschriften im Luftraum aufgeklärt werden.

Das Problem seien die privaten "Wildflieger", nicht die kommerziell eingesetzten Drohnen, sagte das Vorstandsmitglied der Pilotengewerkschaft, Markus Wahl, am Donnerstag auf der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld. "Wenn man sie falsch betreibt, stellen die Drohnen eine Gefahr für Leib und Leben von Menschen dar."

Je nach Größe der Drohne und Luftkontrollzone dürfen unbemannte Fluggeräte derzeit legal bis zu 750 Meter hoch fliegen. Die VC spricht sich für niedrigere Maximalhöhen aus.

Diese zulässige Höhe solle aber nicht generell bei 100 Metern liegen, wie es ein Referentenentwurf für die geplante neue Luftverkehrsordnung vorsehe. Denn das träfe auch die Modellflieger, die derzeit über abgegrenztem Gelände höher fliegen dürfen.

Für unbemannte Flugsysteme müsse es künftig eine "Ausweichpflicht" geben, denn sie seien für Piloten schwer erkennbar, sagte Wahl. Es gebe bereits heute Techniken, die Drohnen automatisch daran hinderten, in Gefahrenzonen wie Flughäfen zu fliegen. Außerdem sollte jede Drohne markiert werden, so dass sie dem Besitzer oder Steuerer zugeordnet werden könne.

Der Experte berichtete, in den USA seien von November 2014 bis August 2015 rund 750 Beinahe-Zusammenstöße gemeldet worden. Mehrmals habe es gefährliche Begegnungen von Drohnen und Verkehrsflugzeugen beim Landeanflug gegeben.

In Deutschland seien nach einer Schätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) bis heute etwa 400 000 Drohnen verschiedener Größen zur privaten und kommerziellen Nutzung verkauft worden, sagte Wahl. Bis zum Jahr 2020 dürften es laut der jüngsten Prognose rund 1,1 Millionen sein. "Drohnen sind der Renner", stellte Wahl fest. Derzeit drohe die Regulierung dieses neuartigen Luftverkehrs von der rasanten Entwicklung überholt zu werden.

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