Umstrittene Geschäfte bei Handwerkern

Heilbronn. 

Die Geschäftspraktiken der Kreishandwerkerschaft (KH) Heilbronn-Öhringen werden vom Wirtschaftsministerium in Stuttgart überprüft. Seit Sommer letzten Jahres können sich KH und übergeordnete Handwerkskammer (HWK) nicht einigen. "Es gibt verschiedene Rechtsauffassungen", sagte HWK- Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr auf Anfrage. Nun kontrolliert das Landeswirtschaftsministerium, ob Schnörrs Körperschaft des öffentlichen Rechts ihrer Aufsichtspflicht ordnungsgemäß nachgekommen ist. "Deswegen haben wir Unterlagen sowie eine Stellungnahme der Handwerkskammer Heilbronn-Franken erbeten", sagte Ministeriumssprecher Thomas Schwara der SÜDWEST PRESSE. Weil das Verfahren nicht abgeschlossen sei, könne er keine weiteren Auskünfte geben.

Im Zentrum des Streits steht der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Nach unbestätigten Informationen soll dessen Monatsgehalt mit 6900 EUR um 2000 EUR über dem üblichen Tarif liegen. Mit der Gehaltserhöhung ging angeblich eine Reduzierung der Arbeitszeit von 38,5 auf 25 Wochenstunden einher, gleichzeitig soll sein Urlaubsanspruch von 30 auf 35 Tage erhöht worden sei. Der Geschäftsführer war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Ohne auf Einzelheiten einzugehen, sagte Hauptgeschäftsführer Schnörr: "Es liegt kein Skandal in der Luft." hgf


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