Nutzung von UMTS stark gestiegen
Bonn. Jetzt ist UMTS doch noch ein Erfolg: Mobile Datenübertragung entwickelt sich nach Einschätzung der Bundesnetzagentur zum Wachstumstreiber.
Die Anzahl regelmäßiger UMTS-Nutzer hat sich von 2005 bis 2008 fast versechsfacht, das Übertragene Datenvolumen stieg um mehr als das Fünfzigfache, wie der Präsident der Bundesnetzaagentur Matthias Kurth in seinem Tätigkeitsbericht erklärte. "Das ist schon eine wahre Explosion.". 2009 werde erneut mit einem starken Anstieg des Datenvolumens gerechnet.
Grund für die immer stärkere Nutzung seien Preissenkungen, aber auch der massive Ausbau der UMTS-Netze und die gestiegene Anzahl passender Endgeräte. Auf der Überholspur befinden sich auch die Zuwachsraten bei den schnellen Internetanschlüssen. 60 Prozent aller Haushalten nutzen inzwischen einen Breitbandanschluss. Der europäische Durchschnitt liege nur bei 25 Prozent.
Langsam nähere sich allerdings auch in Deutschland die Sättigungsgrenze. 2008 wurden 3 Mio. neue Breitbandanschlüsse vermarktet. Dies seien 1,6 Mio. Neuschaltungen weniger als noch im Jahr zuvor. Für 2009 sei mit einem ähnlichen Zuwachs zu rechnen.
Belebt wird der Wettbewerb auf dem Breitbandmarkt aber auch zunehmend durch die Kabelindustrie: Die Zahl der Breitbandanschlüsse via TV-Kabel könnte bis Jahresende demnach auf 2,4 Mio. Anschlüsse steigen. "Hier besteht noch ein großes Aufholpotenzial", sagte Kurth.
"Erfreuliche Tendenzen" stellte die Regulierungsbehörde ebenfalls auf dem Mobilfunkmarkt fest. Die Preise seien in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Die großen Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone bekommen zunehmend Konkurrenz durch die beiden kleineren Mitbewerber E-Plus und O2. Sie steigerten ihren Marktanteil gemessen an der Kundenzahl seit 2002 von rund 20 auf über 30 Prozent.
Auch die Discounter mischen bei Mobilfunkkarten immer deutlicher mit. Ende des ersten Quartals 2009 seien mehr als 20 Mio. Kunden von Discountanbietern gezählt worden - Ende 2007 waren es 12 Millionen.
Die Monopolkommission begrüßte den voranschreitenden Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt, warnte aber vor einer zu starken EU-Mobilfunkregulierung. Die geplante weitere Absenkung der grenzüberschreitenden Tarife für Mobilfunkgespräche oder der Entgelte für das International Roaming könnten die Leistungsfähigkeit vor allem der kleineren Mobilfunknetzbetreiber übersteigen. AP
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15.12.2009
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