Nur jeder Vierte wünscht Video-Sprechstunde

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Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand. Foto: Marijan Murat/Archiv  Foto: 

Die Video-Sprechstunde mit ihrem Arzt steht bei den Baden-Württembergern noch nicht hoch im Kurs: Nur gut jeder Vierte spricht sich nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der AOK dafür aus. Auch Gesundheits-Apps, die etwa zeigen, wie viele Kilometer eine Person am Tag zu Fuß zurücklegt, würden nur bei neun Prozent der Befragten verwendet, teilte die größte gesetzliche Kasse in Baden-Württemberg in Stuttgart weiter mit. Deutlich besser kommt der elektronische Austausch von Patientendaten zur stärkeren Vernetzung im Gesundheitswesen an - 65 Prozent der Befragten wünschen sich das. 60 Prozent würden es begrüßen, wenn ihr Arzt Rezepte und Überweisungen auf elektronischem Wege übermitteln könnte.

Die AOK verweist auf ein eigenes Projekt namens Telederm, an dem auch die Universität Tübingen, der Hausärzteverband Baden-Württemberg und weitere Partner beteiligt sind. In den Landkreisen Calw, Rottweil, Zollernalb und Böblingen können 50 Hausarztpraxen Fotos von auffälligen Hautpartien ihrer Patienten einem Dermatologen zur Diagnose zusenden. Innerhalb von zwei Tagen kann der Hausarzt dessen Fachanalyse an die Patienten weitergeben.

Das sogenannte Telekonsil soll die Versorgung bei Hauterkrankungen auf dem Land verbessern. Es wird an diesem Mittwoch in Tübingen vorgestellt. Das Modell kann laut Uni Tübingen im Erfolgsfall auch bundesweit übertragen werden. Denkbar ist eine Ausweitung auf andere medizinische Berufsgruppen und Krankheitsgebiete - etwa Augenheilkunde.

AOK

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