Stadt Stuttgart ruft zur Abgabe illegaler Waffen auf

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Die Zahl der registrierten Waffen in Stuttgart ist seit dem Amoklauf von Winnenden (Rems-Murr-Kreis) im Jahr 2009 stetig gesunken. Seinerzeit habe es in der Stadt rund 30 000 legale Waffen gegeben, teilt der Leiter der Stuttgarter Waffenbehörde, Stefan Praegert, mit. Stand Ende September dieses Jahres seien nur noch 17 120 Waffen in der Kartei vermerkt gewesen.

Nach dem Amoklauf von Winnenden waren Waffen in großer Zahl in Stuttgart abgegeben worden, so Praegert, darunter auch 80 illegale. Bundesweit hatte es damals eine halbjährige Amnestie gegeben, verbunden mit dem Aufruf, legale und illegale Waffen abzugeben. Bundesweit waren insgesamt 200 000 Waffen zusammengekommen, die größtenteils vernichtet wurden.

Nun gibt es eine zweite Amnestie. Zum 1. Juli dieses Jahres ist eine Änderung des Waffengesetzes in Kraft getreten, die es Waffenbesitzern ermöglicht, Pi­stolen, Messer und Co. binnen eines Jahres kostenlos und straffrei bei Behörden vor Ort oder der Polizei abzugeben. So soll die Anzahl der illegalen Waffen reduziert werden.

Da die Öffentlichkeit von der Amnestie jedoch bislang kaum Notiz genommen hat, wirbt die Stadt Stuttgart nun offensiv dafür. Bislang habe noch niemand illegale Waffen abgegeben, so Praegert, weshalb man nun verstärkt auf die Möglichkeit aufmerksam machen wolle.

Zu illegalen Waffen zählen nicht nur Schusswaffen, sondern etwa auch verbotene Gegenstände wie Butterflymesser, Schlagringe, Fallmesser oder Stahlruten. Die Straffreiheit gilt auch für den Transport von Waffen und Munition. 

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