INTERVIEW: Das veraltete Image soll weg
Knapp drei Jahre lang hat der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen als Geschäftsführer seine ganze Kraft für das Projekt Ruhr.2010 eingesetzt.
Herr Pleitgen, welche Erwartungen haben Sie an das Kulturhauptstadt-Jahr Ruhr.2010?
FRITZ PLEITGEN: Ruhr.2010 wird ein Jahrtausendereignis der Metropole Ruhr. Wir haben sehr konkrete Erwartungen. Wir wollen dafür sorgen, dass das Ruhrgebiet einen starken Entwicklungsschub bekommt. Wir wollen, dass alle Menschen daran beteiligt sind. Wir wollen alle Städte mitnehmen, das scheint gewährleistet. Und: Wir wollen endlich loskommen von dem völlig veralteten Image des Ruhrgebiets.
Wie will Ruhr.2010 dazu beitragen, das Image zu verändern?
PLEITGEN: Wir wollen starke und frische Bilder schaffen. Wenn beim Projekt Schachtzeichen um die 300 Ballons aufsteigen, dann gehen diese Aufnahmen um die Welt und man wird sehen, wofür das Ruhrgebiet steht: durch Kultur. Es gibt keine andere europäische Region, die so sehr für den Wandel steht.
17 Millionen wurden von Unternehmen für Projekte gestiftet. Könnten die Gelder angesichts der Wirtschaftskrise nicht besser eingesetzt werden?
PLEITGEN: In andere Projekte? Warum? Die Beträge, die die einzelnen Unternehmen gestiftet haben, sind nicht so gewaltig, dass sie flächendeckend Arbeitsplätze hätten sichern können. Wir wollen, dass das Ruhrgebiet in Zukunft ein interessanter Standort wird. Das schafft auch Arbeitsplätze. Insofern ist das Geld der Unternehmen gut angelegt, als Investition in die Zukunft. plin
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30.12.2009
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