Parteien: Kandidaten der AfD trafen sich in Freudenstadt

Wahlbewerber der AfD für die Kommunalwahlen vom 9. Juni 2024 trafen sich am Freitag in Freudenstadt. Ein Teil der Kandidaten stellte sich zum Gruppenbild.
Panetta- 35 Personen bei AfD-Treffen in Freudenstadt zur Kommunalwahlvorbereitung.
- Sprecher Schöttle fordert Unentschlossene zur Kandidatur auf.
- Marcus Lotzin berichtet über Gemeinderatsarbeit und städtebauliche Missstände.
- Kritik an grün dominierter Politik und an Bürgermeister in Regionalversammlungen.
- Martin Raible spricht über Hochwassergefahren und Zusammenarbeit im Gemeinderat.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Um im Gemeinderat oder Kreistag mitzumachen braucht es kein Fachwissen. Es genügt der klare, gesunde Menschenverstand, den ihr alle zur Genüge besitzt.“ Mit diesen Worten forderte Günther Schöttle, Sprecher des AfD-Kreisverbands Calw-Freudenstadt, am Freitagabend in der Freudenstädter Sportsbar „Dobel“ die Unentschlossenen unter den 35 Besuchern auf, bei der Kommunalwahl am Sonntag, 9. Juni, zu kandidieren. Über die Versammlung berichtet der AfD-Kreisverband Calw-Freudenstadt selbst.
Eingeladen hatte Andreas Grammel, der die Listen seiner Partei im Raum Freudenstadt koordiniert. Marcus Lotzin, früherer Berufssoldat, heute IT-Entwickler und Systemelektroniker, der auch schon um Mandate für den Landtag und - als Ersatzkandidat –für den Bundestag beworben hatte, berichtete aus dem Altensteiger Gemeinderat. Er umriss die Aufgaben, die dem Gremium zukommen und die Rechte eines Stadtrats. Für ihn selbst war „städtebaulicher Pfusch in der kommunalen Bauplanung durch seelenlos hingestellte Betonklötze“ der Anlass zur Kandidatur, denn im Gemeinderat„ist die Planungshoheit angesiedelt“.
Die Vorbereitung der Sitzungen erfordere einen gewissen Zeitaufwand, der gerne vier Stunden betragen könne, wenn man sein Amt ernst nehme. Sitzungsvorlagen und Presseberichte müssten sorgfältig studiert werden. Der Zuspruch von Bürgern auf Info-Ständen entschädige ihn für seine Arbeit. Aber es gebe auch Anfeindungen, wenn man sich als Vertreter der AfD exponiere.
Dies bestätigte Günther Schöttle, der aufrief, Widerspruch und Gegnerschaft als Herausforderung anzunehmen und unbeirrt zum eigenen Standpunkt zu stehen. Er rief dazu auf, die „grün dominierte Politik“ zu stoppen, was gelinge, „wenn wir uns aufstellen lassen“. Scharf kritisierte Schöttle die Zusammensetzung der Kreistage und insbesondere die der Regionalversammlung Nordschwarzwald. Dort säßen vorwiegend Bürgermeister und „hochgestochene Verwaltungsleute“, die sich jüngst das Sitzungsgeld erhöht hätten, obwohl sie ihre Gremienarbeit vorwiegend in ihrer bezahlten Arbeitszeit leisteten. Empört zeigte er sich über Bestrebungen, in Teilen des Öffentlichen Dienstes die Vier-Tage-Woche einzuführen.
Martin Raible, Stadtrat in Horb, berichtete über kommunale Aktivitäten gegen die Hochwassergefahr in Mühringen. Er sieht im Gemeinderat seiner Stadt eine gewisse Blockbildung und sprach sich für eine Zusammenarbeit der AfD mit bürgerlichen Kräften aus.