Kreativität öffnet Türen
Bad Boll. "Kreativität öffnet Türen" hieß ein integratives Projekt der Evangelischen Akademie in Kooperation mit der Bücherei. Kinder und Erwachsene erlebten zwei Tage lang Gemeinsamkeit in kreativer Arbeit.
Zuerst war ein spielerisches "sich kennenlernen" in der Gruppe der Neun- bis 87-Jährigen angesagt. Viertklässler der Heinrich-Schickhardt-Schule saßen zusammen mit neun- bis 13-jährigen Schülern aus der sozialen Gruppenarbeit der Bruderhaus Diakonie-Jugendhilfen Deggingen, Mitbewohnern des "Hauses der Mitte" und Senioren aus dem Ort.
In Gruppen beschäftigten sich dann alle Kreativen mit den vier Jahreszeiten, inspiriert von einem Quiz und Gedichten, zum Beispiel von Erich Kästner und Heinrich Heine. So entstanden eigene Verse.
Am zweiten Tag verwandelte sich der Bürgersaal neben der Bücherei in eine große Werkstatt. Jetzt waren geschickte Hände gefragt, denn das Ziel der Gruppen bestand darin, einen achttürigen Schrank mit dem Motto der vier Jahreszeiten neu zu gestalten. In Servietten- und Drucktechnik arbeiteten die jungen und älteren Künstler konzentriert gemeinsam an ihren Motiven.
Das Ergebnis des Projekts ist nicht nur ein bunter Jahreszeiten-Schrank, den die Öffentlichkeit künftig in der Bücherei bewundern kann. Das gemeinsame Erlebnis, etwas Bleibendes zu schaffen, hat bei allen Beteiligten Eindruck hinterlassen.
Die Idee, ein kreatives Projekt zur Integration von Menschen mit und ohne Behinderung als medienpraktische Arbeit anzubieten, stammte von der Kultur- und Medienstudentin Susanna Bär, die zurzeit in der Evangelischen Akademie Bad Boll als Praktikantin beschäftigt ist. Sie suchte den Kontakt zu Büchereileiterin Christine Schmitt, und schnell fanden die Frauen gemeinsames Interesse und das Objekt zu einem Workshop - eben den alten Schrank, der in der vor zwei Jahren renovierten Bücherei bisher eher unschön auffiel. Christine Schmitt freut sich besonders, dass die Bücherei sich dabei einmal mehr auch als Begegnungsstätte präsentieren konnte.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: MARTINA MITLEHNER | 12.02.2010
Gemeinsam etwas geschafft: Menschen mit und ohne Behinderung von neun bis 87 haben einen Schrank der Bücherei Bad Boll verziert. Foto: Martina Mitlehner
MEISTGELESENE ARTIKEL
So haben die Ulmer den Schwörmontag erlebt
Ulm Schwörrede und Nabada sind vorbei. Jetzt heißt es: Ab in die Friedrichsau und erst einmal ausruhen. Auf der Dianawiese gibt's Leckeres zu essen und Erfrischendes zu trinken. Die Grünflächen laden zum Grillen und Erholen ein. Wir haben die Ulmer befragt, wie ihr Schwörmontag war und wo es jetzt noch hingeht.... mehr
So feiert Ulm den Schwörmontag
Ulm Blauer Himmel, angenehme Wassertemperaturen auf der Donau: Beste Bedingungen für die vielen Nabader. Und so feucht fröhlich ging es zu beim Nabada 2010. Hier die Bildergalerien vom Nabada ansehen und bewerten!... mehr
Nie mehr zurück ans Set: Heinrich Schmieder tot
Gaildorf/Livigno Die Transalp 2010 wollte er packen, das härteste Mountainbike-Rennen der Welt. Doch er sollte nicht ans Ziel kommen: Der aus Gaildorf stammende Schauspieler Heinrich Schmieder (40) ist tot.... mehr
Hinweise auf fatale Fehler bei Loveparade
Duisburg Nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade verdichten sich die Hinweise auf fatale Fehler der Planer. Gegen die Stadt, die Polizei und den Veranstalter gab es neue massive Vorwürfe.... mehr
Die größte Wasserschlacht des Landes
Ulm Kurz vor 16.00 Uhr schwammen die Möwen noch friedlich auf der Donau. Doch nach den Startschüssen zum Ulmer „Nabada“ brachten sich die Tiere schnell in Sicherheit. Tausende Ulmer paddelten in unzähligen Schlauchbooten, auf Gummitieren oder selbst gebauten Flößen wie eine geschlossene Wand flussabwärts. ... mehr

ZURÜCK


