Umleitung nervt Gruibinger

Gruibingen.  Solange die Wirtschaftsbrücke über die A8 nicht fertig ist, müssen Grundstücksbesitzer am Rufstein Umwege fahren. Das sorgt für Unmut in Gruibingen.

Die neue sogenante Wirtschaftsbrücke über die Autobahn auf Höhe des Gruibinger Ortsausgangs in Richtung Mühlhausen ist bis jetzt noch ein Fragment. Solange das Bauwerk nicht befahrbar ist, erreichen Landwirte und Grundstückseigentümer aus Gruibingen ihre Grundstücke unterhalb der Rufsteinberge aber nur über den Umweg nach Mühlhausen. Dies sorgte für Unmut bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es werde Zeit, dass an die Sache ein Knopf hinkomme, so der Tenor. Wegen der zügigen Fertigstellung der Brücke wählte sich Roland Schweikert nach eigenen Worten "die Finger wund" bei den Behörden. "Das ist ein Riesenärgernis", sagte der Schultes. Die Eigentümer der Grundstücke aufseiten der Stuttgarter Fahrbahn müssen sich noch eine Weile in Geduld üben.

Das Gebiet unter dem Rufstein ist ein geologisch schwieriges Terrain. Der Hang gilt als Rutschhang. "Erst müssen die Entwässerungsmaßnahmen sichergestellt sein", teilt David Bösinger von der Pressestelle des Regierungspräsidiums auf Nachfrage mit. Erst dann könne die Brücke zu Ende gebaut werden. "Es macht keinen Sinn, die Straße zu asphaltieren, bevor man den Kanal einlegt", so Bösinger. Die Verantwortlichen seien sich bewusst, welchen Komfort die Brücke mit sich bringt. "Die Bedürfnisse der Landwirte sind uns bekannt und wir versuchen die Brücke zeitnah und zügig im Rahmen der Bauleitpläne ans Wegenetz anzuschließen - auf jeden Fall noch in diesem Jahr."

Der eigentlich bereits planfestgestellte Wirtschaftsweg am Rufsteinhang, auf den die Gemeinde so großen Wert legt, hat in seiner derzeitigen Trasse sehr wahrscheinlich keine Zukunft. Geologie und Hangwasser bereiteten auch hier Probleme. "Wir wollen mit der Gemeinde und der Öffentlichkeit nach Alternativen suchen", versichert Bösinger. Das Ziel seien weiterhin kurze Wege zu den Grundstücken.

"Die Trasse ist doch schon gemacht und müsste nur noch befestigt werden", wundert sich Wilhelm Moll. Alternativen zu finden, werde aber nicht so einfach: "Die Albsteige muss ja auch angebunden werden, da beißt die Maus keinen Faden ab." Wilhelm fiel in der Sitzung eigentlich nur ein Weg noch weiter oben am Hang ein - oberhalb der Grundstücke. "Da gehts aber arg steil runter zu den Grundstücken." Doch das müssten letztlich die Fachleute entscheiden.

Mindestens drei Meter breit sollte der Weg schon sein, mit Ausweichmöglichkeiten dazwischen, falls sich Fuhrwerke begegnen, fordert Moll. "Wenn der Schultes seinen Radweg durchsetzen will, sollte man den Weg auch asphaltieren", sagt er. Bezüglich der Wirtschaftsbrücke meint er: "Es muss richtig gemacht werden, sonst kommt es zu Rutschungen." Die unfertige Brücke dürfe aber kein Dauerzustand sein.

Den Gruibingern wäre es natürlich am liebsten gewesen, wenn die Autobahn ganz anders geplant worden wäre - nämlich mit einer Umgehungsstraße.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: BORIS-MARC MÜNCH | 19.03.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr