Singen ist Baden für die Seele Die Sängerabteilung des TSV Bad Überkingen feiert 100. Geburtstag
Die Bad Überkinger Sängerabteilung präsentierte sich und noch fünf weitere eingeladene Chöre bei der Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag. Die gut 430 Gäste in der Autalhalle wurden bestens unterhalten.
Autor: PATRICIA JEANETTE MOSER |"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder", mit diesem bekannten Zitat und vielen weiteren, wurden am Samstag bei der Jubiläumsfeier in der Bad Überkinger Autalhalle Glückwünsche an die Sängerabteilung des TSV Bad Überkingen überbracht. Bürgermeister Matthias Heim prägte gleich selbst ein neues Zitat, indem er seine Grußworte mit dem Satz vervollständigte: "Singen ist Thermalbaden für die Seele." Die Gäste in der Autalhalle stimmten mit tosendem Applaus zu. Der Gesangverein Bad Überkingen unterstrich diese Aussage sogleich mit dem Bad Überkinger Heimatlied.
Dieses Lied beschreibt das Goisatal, den Wald, die Bergesketten, die Sauerquellen, die Hausener Wand und den Kahlenstein. Ein perfekter Einstieg ins abendliche Programm und in die Herzen der Bad Überkinger. Vor 100 Jahren, im Jahr 1912, gründeten ein paar sangesfreudige Mitglieder der Turngemeinde Bad Überkingen den Gesangverein und bereicherten damit das kulturelle Leben im Ort. Eine liebevoll zusammengestellte Festschrift beschreibt den Werdegang des Gesangvereins mit Zeittafeln und vielen Erinnerungsfotos. Eine Erinnerungstrophäe im modernen Stil, mit Inschrift als Erinnerung ans Jubiläum, wurde verschiedentlich überreicht.
Bevor es allerdings soweit war, präsentierten sich als Gastchöre die Kirchenchöre der Gesamtgemeinde Bad Überkingen, die Sängerabteilung des TV Unterböhringen, die Sängerabteilung des TV Treffelhausen, der Gemischte Chor Germania Kuchen und der gemischte Chor aus Reichenbach. Alle Chöre brachten als Geschenk mehrere Musikbeiträge mit. Es war so ein buntes Programm zu hören, vom klassischen Volkslied bis hin zum modernen Schlager. Jeder Chor präsentierte sich auf seine ganz eigene und spezielle Art und das Publikum dankte mit viel Applaus.
Für heitere Unterhaltung sorgte der Dirigent des Sängervereins Bad Überkingen, Herbert Metzler, in Frack und Zylinder, begleitet von Ursula Breyer-Kiefer am Flügel, auf charmant-anzügliche Art mit Berliner Couplets von Otto Reutter. Ein weiteres "Schmankerl" im abendlichen Programm war Matthias Matzke, der 19-jährige Gingener Künstler auf dem Akkordeon, der mittlerweile schon weltweit Erfolge feiert. Auf seinem Digitalakkordeon spielte er "Csardas" von Monti, "Tango pour Claude" und vieles mehr. Zum Ende des Lied- und Festabends traten nochmals die Gastgeber aus Bad Überkingen auf mit "Bring mer no a Viertele". Mit viel Freude und Witz sangen die Herren aus tiefstem Herzen dieses Lied. Nach "Marmorstein und Eisen bricht" und "Dankeschön und auf Wiedersehen" verabschiedeten sich die Sänger glücklich und erleichtert von der Bühne und feierten ihren Geburtstag weiter.




