Räte geben nicht nach
Mühlhausen.
Schon einmal war der Plan für eine Spielhalle im Gewerbegebiet unterhalb der Autobahn Gegenstand der Debatte im Mühlhausener Gemeinderat, und schon damals tendierte das Gremium zu einem Nein. Vier Konzessionen zum Aufstellen von Geldspielautomaten sollte der Neubau erhalten, und zwar für jeweils zwölf Quadratmeter. Das war den Räten und dem Landratsamt zu viel. Schließlich zähle Mühlhausen nur knapp 1000 Einwohner, und auf 48 Quadratmetern Fläche könne man viele Automaten aufstellen, gab Bürgermeister Bernd Schaefer zu bedenken. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt signalisierte die Gemeinde dem Bauherren daraufhin, dass er eine Baugenehmigung mit zwei Konzessionen bekommen könnte.
Der aktuelle Antrag sah nun allerdings drei Konzessionen vor. "Das erscheint dem Bauherrn wohl lukrativer", meinte Schaefer. Außerdem solle neben dem Gebäude direkt an der Autobahn eine zehn Meter hohe Werbetafel stehen. Vom Bebauungsplan her sei der Baukörper im Grunde aber zu genehmigen, obwohl er an einer Stelle das Baufenster überschreite. Und auch die Verkehrsbehörde hatte keine Einwände: Auto- und Lastwagenfahrer auf der A 8 würden von der Anlage nicht so weit abgelenkt, dass sie sich und andere gefährden.
Die Gemeinderäte verweigerten dem Antrag mit drei Konzessionen trotzdem das Einverständnis. "Nicht mit mir", konstatierte Johannes Küchle, "wenn schon das Landratsamt höchstens zwei Konzessionen für akzeptabel hält, dann werden wir nicht drei durchwinken." Ihm schlossen sich alle im Gremium an. sgk
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28.07.2010
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