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Gosbach in Narrenhand

Gosbach war gestern fest in närrischer Hand. Neben 2000 Besuchern sorgten 1500 Akteure für Stimmung beim Umzug der Faschingsgesellschaft.

Autor: JOCHEN HORNDASCH |
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Bonbons, Konfettis und Süßigkeiten flogen durch die Luft. Trommeln, Trompeten, Schalmeien, Rasseln und Rätschen sorgten für Musik und für ohrenbetäubenden Lärm. Aus Lautsprechern schallten Ansagen, die in der ausgelassenen Stimmung fast untergingen. In Gosbach waren die Narren los. Die Gosbacher Faschingsgesellschaft, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1970 "De Loidige" nennen, hat sich mächtig ins Zeug gelegt und kräftig die Werbetrommel gerührt. Das zeigte Wirkung. Selbst aus dem Stuttgarter Raum kamen Besucher und Faschingsgruppen ins närrische Goißatäle.

Pünktlich um 14.01 Uhr setzte sich der Gaudiwurm von der Schulstraße aus in Bewegung. Der Mottowagen der ortsansässigen Faschingsgesellschaft führte den Tross an, gefolgt von insgesamt 1500 Akteuren in 44 Gruppen. Die Leimbergweibla in ihren rot-grünen Kostümen hatten einen Wagen für den Narrensamen gezimmert, in dem der künftige närrische Nachwuchs untergebracht war.

Auf dem Elferratswagen zeigte sich Prinzessin Marion II. und Prinz Rainer II. sowie die Räte von ihrer großzügigen Seite. Mit vollen Händen warfen sie Süßigkeiten unters Volk, während die Kinder- und Juniorengarde der Faschingsgesellschaft, die seit letztem Jahr um sechs Mädchen angewachsen ist, das Tanzbein schwangen. Hexen mit Furcht einflößenden Masken krallten sich junge Mädchen und bemalten ihre Gesichter. Ledige und verheiratete Loidige präsentierten sich als Schneewittchen und die sieben Zwerge, der Musikverein Gosbach heizte ein und die Turnerfrauen zeigten sich in fantasievollem Outfit. Martin Kottmann und seine Freunde nahmen in ihrem Mottowagen die künstlich vergrößerte weibliche Oberweite aufs Korn. Gemäß dem Motto "Unser Silikon in der Brust ist total verpfuscht" ging es um missratene Brustimplantate. Baumgartners letzten Sprung mit himmlischen Wesen hatte der Wagen der Kolpingfamilie zum Thema.

Nach dem Umzug gab es Musik und Aufführungen, und wer sich bei Popmusik vergnügen wollte, war im Disco-Zelt bestens aufgehoben.

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