Viele kleine und große Baustellen

Ebersbach.  Die Arbeit der Ebersbacher Sozialmanagerin konzentriert sich derzeit auf die Kleinkindbetreuung. Das wurde aus dem Bericht Maren Bräckles deutlich.

"Es sind vielmehr Baustellen, als ich gedacht hatte", räumte Maren Bräckle auf Nachfrage von Stadträtin Brigitte Kreisinger (CDU) ein. Seit einem halben Jahr ist Bräckle Sozialmanagerin in Ebersbach. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab sie einen Einblick in ihre Arbeit in der neu geschaffenen Stelle.

Eine Fülle von Aufgaben und hohe Erwartungen hatten die Stadträte mit Einrichtung der Stelle verbunden: Die Erziehungs- und Bildungsangebote zu vernetzen, Ressourcen zu bündeln, Qualitätsverbesserungen zu erreichen und ein durchgängiges und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot vom Kindergarten bis zum Abitur zu schaffen - so lauten die Vorgaben. "Sehr anspruchsvoll, manchmal schwierig, aber immer spannend", sei diese Aufgabe, zieht Bräckle ein erstes Fazit.

Aus den vielen "kleineren und größeren Baustellen" habe sich der Ausbau der Kleinkindbetreuung als Schwerpunkt für 2010 herauskristallisiert. "Wir müssen eine strategische Grundausrichtung erarbeiten und umsetzen", machte Bräckle deutlich. Unter dem Projektnamen "Bebie" (die Abkürzung steht für Bildung, Erziehung, Betreuung in Ebersbach) werde sich der Gemeinderat bis zum Sommer mit einer Fülle von Themen auseinandersetzen werden müssen.

Ein Projekt in diesem Zusammenhang werde die Aktualisierung der Sprachförderung sein, "da müssen wir unbedingt ran". Weiter gehe es darum, eine "Ebersbacher Lösung" für die Umsetzung des Orientierungsplans für Kindergärten zu erarbeiten, der inzwischen nicht mehr verbindlich sei. Dabei hält es die Sozialmanagerin für unabdingbar, gemeinsame Standards und Ziele zu formulieren. "Wir müssen die Wirksamkeit unserer Maßnahmen überprüfbar machen", erklärte Maren Bräckle und ließ keinen Zweifel daran, dass noch viel Arbeit vor allen Beteiligten liege. Ihre Arbeit spiele sich in einem Spannungsfeld zwischen den politischen Vorgaben, der Finanzierbarkeit, den unterschiedlichen Bedürfnissen von Eltern, Kindern, Mitarbeitern und pädagogischer Qualität ab und erfordere viel Beziehungsarbeit.


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Autor: KARIN TUTAS | 19.03.2010

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